Frauen gehen öfter zur Physiotherapie als Männer

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Die Kosten für Heilmittel wie etwa eine Physiotherapie sind 2016 auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen.

Insgesamt erhielten 2016 rund 4,5 Millionen AOK-Versicherte eine Physiotherapie.

Demnach nutzten mehr als 21 Prozent der AOK-versicherten Frauen 2016 eine Physiotherapie, aber nur rund 13 Prozent der Männer. "Frauen haben zwar objektiv eine höhere Lebenserwartung als Männer, sie schätzen ihren Gesundheitszustand aber subjektiv schlechter ein, gehen häufiger zum Arzt und nehmen auch Physiotherapien entsprechend öfter in Anspruch, und zwar über alle Altersgruppen hinweg", sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO. Laut dem Bericht kosteten Heilmittel die gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2016 rund 6,5 Milliarden Euro. Das sind 17,5 Prozent der AOK-Versicherten.

Nicht ganz zwei Drittel der AOK-Heilmittelpatienten mit Physiotherapie waren weiblich (63 Prozent).

Für die Geschlechterunterschiede bei den Heilmitteltherapien macht das WIdO unter anderem biologische Faktoren, aber unterschiedliche Gesundheitskonzepte und Unterschiede im Gesundheitsverhalten von Männern und Frauen verantwortlich. Auch psychosoziale Einflussfaktoren spielten eine Rolle. Bei fast jedem dritten physiotherapeutischen Patienten waren sie der Anlass für eine Behandlung. Die mit Abstand häufigste Diagnose, die zu einer Verordnung führte, waren unspezifische Rückenschmerzen.

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