FDP: Merkel wollte nie Jamaika, sondern GroKo

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Wolfgang Kubicki gilt als Freund klarer Worte. "Ich denke, wir sollten alle darauf verzichten, den jeweils anderen für das Scheitern verantwortlich zu machen", sagte Klöckner dem RND.

"Ich glaube, der Kanzlerin ging es nie darum, Jamaika hinzubekommen". Sie hat daran gebastelt, die Fortsetzung der großen Koalition zu erreichen. Die SPD sei heute genau da, wo Merkel sie haben wolle, so der FDP-Vize. Die Chance für eine Neuauflage von Schwarz-Rot liege bei 80 Prozent. Ihm wäre eine Koalition mit einer erneuerten CDU/CSU am liebsten, sagte Kubicki. Er fügte hinzu: "Nach Neuwahlen wären die Hürden dafür nicht so groß".

FDP-Chef Christian Lindner hatte ebenfalls eine Regierungsbeteiligung seiner Partei unter Führung Merkels ausgeschlossen. "Die Union muss selbst wissen, wie sie aus dem Jammertal der knapp 30 Prozent rauskommen will". "Mit Angela Merkels Rezepten der letzten zwölf Jahre wird Deutschland in Zukunft nicht bestehen können", bekräftigte er. "Und es gibt ja eine ganze Reihe von guten Leuten, die für die Erneuerung stehen". Namentlich nannte Kubicki das CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn und den schleswig-holsteinischen CDU-Ministerpräsidenten Daniel Günther.

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