Tausende Fuhrunternehmen fordern Schadensersatz

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Tausende Fuhrunternehmen und Spediteuren aus neun europäischen Ländern haben in München eine Klage gegen die an Preisabsprachen beteiligten LKW-Hersteller Daimler, DAF, MAN, Iveco und Volvo eingereicht. Sie fordern Schadenersatz von mindestens 500 Millionen Euro, wie der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und die Financialright Claims GmbH am Mittwoch mitteilten. Zuzüglich etwaiger Zinsen könnte der mutmaßliche Schaden der Mitteilung zufolge auch bei mehr als einer Milliarde Euro liegen. Die Klageschrift sei am 22. Dezember an das Gericht gegangen.

Die Unternehmen gehen gemeinsam gegen ein Kartell von Lkw-Bauern vor, das von 1997 bis 2011 bestand. Sie waren Kunden der Hersteller und kauften oder mieteten in dieser Zeit nach eigener Darstellung Zehntausende Lastwagen.

Nach der Deutschen Bahn und der Bundeswehr fordern nun auch mehrere tausend meist kleinere Unternehmen Schadensersatz vom sogenannten Lkw-Kartell. "Wir halten die Klagen für unbegründet und setzen uns entschieden dagegen zur Wehr".

Der Branchenverband BGL hatte bis Ende September Klageansprüche gesammelt.

Eine Klage sei bereits am vergangenen Freitag vor dem Landgericht München I eingereicht worden - auch um eine mögliche Verjährung zu verhindern.

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