Ukraine und Rebellen tauschen Häftlinge aus

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Damals ließ die ukrainische Regierung vier Separatisten frei, die Rebellen ließen wiederum zwei Gefangene gehen.

Hoffnungsschimmer im Ukraine-Konflikt: Die ukrainische Regierung und die prorussischen Rebellen im Osten des Landes haben am Mittwoch einen Gefangenenaustausch gestartet - den größten seit Beginn des bewaffneten Konflikts vor knapp vier Jahren, wenn alles wie geplant läuft.

Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill hatten den Austausch am Montag in Moskau nach einem Treffen mit den Anführern der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk angekündigt. Die Separatisten würden 74 Gefangene freigeben.

Einige Gefangene der Ukraine wollten auch nicht in die Separatistengebiete zurückkehren. Der Austausch war schon Anfang 2015 in der Minsker Friedensregelung vereinbart worden, ließ sich aber ebenso wenig umsetzen wie eine Waffenruhe. Bislang wurden aber nur einzelne Gefangene oder kleine Gruppen ausgetauscht.

Im Gegenzug ließ die Ukraine 99 Separatisten frei.

Den letzten Gefangenenaustausch hatte es im September 2016 gegeben. Zuvor hatten die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa täglich hunderte Verletzungen registriert. Schauplatz war nach Medienberichten der ukrainisch kontrollierte Frontübergang Majorsk nahe der Separatistenstadt Horliwka.

Trotz des Friedensabkommens liefern sich beide Seiten immer wieder Gefechte. Auch in der Nacht auf Montag soll die vereinbarte Waffenruhe für die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage verletzt worden sein, werfen sich die Konfliktparteien gegenseitig vor.

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