Was Sie beim Umtausch beachten müssen

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Nicht jedes Weihnachtsgeschenk gefällt oder passt dem Beschenkten.

Es ist beinahe ein wiederkehrendes Ritual: Vor dem Weihnachtsfest werden massenhaft Geschenke gekauft, nach dem Fest beginnt der große Umtausch. "Der Umtausch einer Ware ist kein gesetzlich verbrieftes Recht, sondern ein Zugeständnis des Unternehmens", erklärt Maria Ecker, Leiterin des Bereichs Beratung im VKI. Verbrauchern sei oft nicht bewusst, dass man von einem im Geschäft gültig geschlossenen Kaufvertrag nicht ohne weiteres zurücktreten kann.

Viele Händler würden sich jedoch gerade im Weihnachtsgeschäft kulant zeigen und ihren Kunden ein Umtauschrecht einräumen. "Wer ganz sicher gehen will, sollte sich den Umtausch oder die Geldrückgabe auf dem Kaufbeleg bestätigen lassen und diesen sorgfältig aufbewahren", sagt Christel Lohrey, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Geld zurück gebe es aber kaum. Grund hierfür ist, dass man die Ware vor dem Kauf nicht begutachten kann. Laut VKI hat man, ab dem Erhalt der Ware, 14 Tage Zeit, den bestellten Artikel zurückzuschicken.

Um von einem online abgeschlossenen Vertrag zurückzutreten, ist eine formlose Erklärung ausreichend. Ein kommentarloses Zurückschicken der Ware genüge nicht, so der VKI. In einigen Fällen gibt es außerdem kein Rücktrittsrecht, etwa bei Entfernung der Versiegelung bei DVDs.

Auch bei der Garantie handelt es sich um eine Zusage des jeweiligen Unternehmens, welche gesetzlich nicht geregelt ist.

Nicht zu verwechseln ist der Umtausch einer Ware mit dem Recht auf Gewährleistung, das dem Käufer zusteht, wenn das Produkt einen Mangel aufweist. Sollte man zum Beispiel ein elektronisches Gerät verschenkt haben, welches nicht funktioniert, so muss der Verkäufer den Fehler innerhalb eines angemessenen Zeitraumes beheben bzw. das Produkt ersetzen. Wenn das nicht möglich ist, kann man eine Preisminderung oder eine Rückerstattung des Kaufpreises verlangen. "Generell gilt: Unternehmen können das Recht auf Gewährleistung weder ausschließen noch einschränken", so Ecker. Sie ist eine freiwillige Zusage des Unternehmens oder Herstellers, dem Konsumenten im Fall einer Reklamation entgegenzukommen. Was das schlussendlich konkret beinhaltet, steht in den Garantiebedingungen - ist also von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

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