Präsident Ruhani will zu den Iranern sprechen

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"Wir rufen alle Nationen dazu auf, das iranische Volk und seine Forderungen nach Grundrechten und einem Ende der Korruption öffentlich zu unterstützen", teilte das US-Außenministerium in der Nacht zum Samstag in Washington mit.

US-Präsident Donald Trump warnte die iranische Führung angesichts der anhaltenden Proteste vor ihrem Untergang. "Die Welt schaut hin!"

In mindestens sechs iranischen Städten waren am Freitag regierungskritische Proteste ausgebrochen. Der Vize-Gouverneur der Provinz Teheran, Mohsen Hamedani, erklärte, die Demonstranten seien durch "Propaganda" beeinflusst, die meisten Protestaufrufe kämen aus dem Ausland.

Die BBC veröffentlichte Videos aus sozialen Medien, auf denen brennende Barrikaden in Teheran zu sehen sind. Es gebe aber Hinweise darauf, dass "Feinde der Revolution", Angehörige des "Islamischen Staats" (IS) und "ausländische Agenten" an den Zusammenstößen beteiligt waren. Eine über die Aufnahmen gelegte Stimme sagt, die beiden Iraner seien von Polizisten erschossen worden.

In Maschhad hatten am Donnerstag Hunderte Menschen gegen hohe Preise demonstriert und dabei auch Anti-Regierungs-Slogans skandiert. Die Echtheit der Aufnahmen konnte zunächst aber nicht überprüft werden.

Nach regierungskritischen Protesten im Iran sind am Samstag tausende Anhänger der Regierung auf die Straße gegangen. "Probleme mit Gewalt und Terror zu lösen, ist keine Option (.) - das können und werden wir nicht mehr dulden", sagte der Minister am Sonntag. Das iranische Volk werde die Bemerkungen nicht beachten. "Wenn sich die Menschen versammeln wollen, müssen sie eine Genehmigung dafür beantragen".

Angesichts der andauernden Proteste kündigte der iranische Innenminister am Sonntag ein entschiedenes Vorgehen an.

Diese Nachricht wurde am 31.12.2017 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

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