Politiker will Bettler an Harrys und Meghans Hochzeit verbannen

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Die Verlobte von Prinz Harry wird im Mai ins britische Königshaus einheiraten. Einen britischen Kommunalpolitiker bewegte das zu einem unfassbaren Vorschlag: Er will Bettler und Obdachlose mit Hilfe der Polizei aus der Stadt verbannen. Er hat damit heftigen Widerspruch ausgelöst. Sie würden "eine schöne Stadt in einem leider unvorteilhaften Licht erscheinen lassen", wird Simon Dudley von der "Bild"-Zeitung zitiert".

Dabei betont er, dass viele Bettler in der Stadt seiner Ansicht nach nicht wirklich obdachlos sind. Die Restlichen hätten Dudley zufolge "alle Unterstützungsangebote" abgelehnt. Geht es nach ihm, soll ein unter anderem ein Gesetz aus dem Jahr 1824 genutzt werden, welches das Übernachten im Freien und Betteln unter Strafe stellt.

Hilfsorganisationen zeigten sich über Dudleys Vorstoß empört. Murphy James vom Windsor Homeless Project sagte dem "Guardian" zufolge, Obdachlose würden nicht aus freien Stücken auf der Straße schlafen und betteln. "Wir sollten diese Menschen nicht dämonisieren, sondern fragen, was wir tun können, um ihnen zu helfen".

Prinz Harry Meghan Markle

Bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle sollen nach dem Willen eines Lokalpolitikers keine Bettler auf Windsors Straßen sein.

Der Sprecher der Organisation Shelter, Greg Beales, sagte am Donnerstag, es sei "total kontraproduktiv", die Obdachlosen zu stigmatisieren oder zu bestrafen. Sie ist die Parlamentsabgeordnete für den betreffenden Wahlkreis.

Der Politiker wendete sich mit seiner Idee anhand eines Briefs an den lokalen Polizeichef Anthony Stansfield und verbreitete sie mit Tweets. Für die Polizei habe Priorität, Schutzbedürftige - er nannte ausdrücklich auch Obdachlose - zu schützen. Laut Erwin würden sich die beiden aufgrund ihrer starken Charaktere nur im Wege stehen.

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