Tabakriese Philip Morris hört mit dem Rauchen auf

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Der Tabak-Gigant Philip Morris, der Marken wie "Malboro" und "L&M" herstellt, will mit den Zigaretten Schluss machen!

Die mächtigen Tabakfirmen, die jahrzehntelang gegen strengere Regulierungen für Zigaretten lobbyierten, haben erkannt, dass sie den Wandel des Rauchverhaltens nicht aufhalten können und bringen nun selbst reihenweise Alternativen auf den Markt.

In Großbritannien startete der US-Tabakhersteller deswegen eine riesige Kampagne. In den größten Tageszeitungen veröffentlichten sie große Werbeseiten, die wie ein Manifest aufgebaut waren. "Jedes Jahr hören viele Menschen auf zu rauchen". Der erste Schritt soll sein, den Verkauf in Großbritannien einzustellen. "Es wird nicht leicht sein". "Es wäre das Beste für sie". Doch genau das berichtet jetzt der businessinsider in seiner Online-Ausgabe. Organisationen, die in Gebieten mit hohem Raucher-Anteil arbeiten, wolle Philip Morris besonders unterstützten.

"Wir glauben ganz fest daran, dass wir eine große Rolle dabei spielen können, das Vereinigte Königreich rauchfrei zu machen. Diese Verpflichtungen sind ein praktischer Schritt in die richtige Richtung", zitiert BILD den Geschäftsführer von Philip Morris, Peter Nixon. Wir wissen, dass gar nicht erst anfangen die beste Wahl ist. Denn wenig überraschend will man dann doch noch Geld mit Tabakprodukten verdienen: "Viele werden erfolgreich aufhören", heißt es in den Annoncen weiter, "aber viele werden auch weiterrauchen".

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Philip Morris International Mit dieser Kampagne will Philip Morris die Briten dazu bewegen mit dem Rauchen aufzuhören

Was steckt jedoch wirklich hinter diesem PR-Stunt? Philip Morris will den Zigaretten-Konsum stoppen.

Kritiker sehen in all dem lediglich den heuchlerischen Versuch, Tabakabhängige auf andere ungesunde Produkte umzuleiten und sich dort Marktanteile zu sichern.

Auf der internationalen Webseite von Philip Morris wird bereits für "rauchfreie" Produkte geworben, beispielsweise für die Innovation "iQOS", die Tabak auf etwa 300 Grad erhitzt, aber nicht verbrennt. Und: Alternative Produkte sollen neben der klassischen Zigarette ebenfalls angeboten werden. In diesem Jahr hat sich niemand Geringeres als der weltgrößte Tabakkonzern Philip Morris dieses Ziel zu eigen gemacht. Immerhin hätten diese die Bevölkerung jahrelang über die gesundheitlichen Schäden der Zigarette "fehlinformiert".

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