Andreas Hoppe fand die letzten Jahre als "Tatort"-Kommissar "echt quälend"

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Das Erste zeigt den Tatort "Kopper" am Sonntag, 7. Januar, um 20.15 Uhr. Das nimmt Schauspieler Andreas Hoppe zum Anlass, mal richtig vom Leder zu ziehen: Die Drehbücher finde er quälend schlecht, die Zuschauer würden für dumm verkauft.

Ein letzter Ritt in den Sonnenuntergang: Rocker-Cop Mario Kopper aus Ludwigshafen hat am Sonntagabend seinen letzten Einsatz. In der "Neuen Osnabrücker Zeitung" klagte der 57-Jährige vor allem über schwache Drehbücher. "Bei den Büchern, die wir teilweise hatten, konnte man nur staunen, was da überhaupt noch rausgekommen ist", sagte er. Wie riskant das ist, erfahren auch Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und ihre immer noch unangenehm nöhlig geführte Kollegin Johanna Stern (Lisa Bitter) recht schnell: Nachdem ein anderer Mafioso die Seiten gewechselt hatte, verendete er kürzlich in einer pfälzischen Justizvollzugsanstalt.

Alle Versuche von ihm und Folkerts, daran etwas zu ändern, seien ins Leere gelaufen, beklagt sich Hoppe. Am Sonntag läuft sein letzter Fall, in dem es um die Verwicklungen der sizilianischen Mafia geht. Es habe sich einfach nichts verändert. Dass Kopper zwischenzeitlich immer wieder mit Bart zu sehen war, hatte allerdings seine Gründe: "Ab und zu habe ich es gedurft, vor allem auch, weil die Regisseure es gerne wollten". Gute Filme funktionierten nicht nur über die Texte, sondern ganz viel über die Atmosphäre, fügte der Schauspieler hinzu. Die Durchschnittsquote war damit 2017 so tief wie seit sechs Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist der durchschnittliche Marktanteil: von 24,9 auf 25,0 Prozent.

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