Bosch steigt bei Kartenanbieter Here ein

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Intel besitzt 15 Prozent und Pioneer besitzt Anteile von unter einem Prozent an Here.

Continental wolle ausser der Beteiligung überdies eine Kooperationsvereinbarung mit Here abschliessen. Der Vollzug der Transaktion steht jeweils noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.

Die Hersteller Audi, BMW und Daimler hatten das niederländische Unternehmen 2015 vom finnischen Telekomausrüster Here für 2,8 Milliarden Euro gekauft, um bei der Schlüsseltechnologie nicht von Navigationsdaten von Google abhängig zu werden.

Die beiden Zulieferunternehmen möchten die Technologien und Dienste von Here nutzen, um ihr eigenes Angebot, etwa im bereich autonomes Fahren, zu erweitern. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Technologien, die für zuverlässige Verfügbarkeit von hochgenauen Daten. Mit Hilfe der HD-Live-Map von Here, einer cloudbasierten Karte für automatisierte Fahrzeuge, planen die Unternehmen gemeinsam Systeme zu entwickeln, die neue Anwendungen und Weiterentwicklungen für die Fahrzeugautomatisierung und Mobilitätsdienste ermöglichen. Darüber hinaus soll es die Positionsbestimmung eines Fahrzeugs auf der Straße verbessern.

"Bosch sei inzwischen mehr als Auto, sagte heute Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH., Industrie 4.0, Smart Home und Smart City sind für uns stark wachsende Bereiche, in denen sich beim Auf- und Ausbau datenbasierter Services Synergien mit Here ergeben".

Bosch verfolgt laut Pressemitteilung mit dem Einstieg das Ziel, "zum Anbieter datenbasierter Echtzeitdienste auch außerhalb der Automobilindustrie zu werden". So könnten Warenströme in Fabriken automatisch ans Band geliefert oder Wartungspersonal zu Maschinen gelotst werden. Mit Bosch will Here nicht nur den Automotive-Bereich, sondern auch das Internet der Dinge aufrollen. Auch drei chinesische Unternehmen wollten sich Ende 2016 an Here beteiligen und zusammen zehn Prozent am Kartendienst erhalten. Über den Preis werden keine Angaben gemacht, teilten die Unternehmen mit. Gleichzeitig setzt Bosch die Arbeit an der Straßensignatur mit Partnern wie TomTom, AutoNavi, Baidu, NavInfo und Increment P unverändert fort.

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