Sicherheitslücke in Prozessoren Alle iPhones, iPads und Computer von Apple betroffen

Einstellen Kommentar Drucken

Doch zumindest gegen die Schwachstelle Meltdown seien die Apple-Geräte bereits geschützt und ein entsprechender Fix in iOS 11.2, macOS 10.12.2 und tvOS 11.2 schon enthalten. Ob Passwörter für Email-Konten oder Online-Banking, private Nachrichten über Chatprogramme oder Bild- und Videodateien: "Alles kann gestohlen werden, während man es eintippt oder bearbeitet", erklärt Schwarz. Mit Hochdruck arbeiten die Entwickler von Betriebssystemen an einer Lösung, die allerdings tiefe Eingriffe erfordern und zu einem Leistungsverlust der Chips führen könnte, der zwischen fünf und 30 Prozent liegt.

Weitere Patches sollen in künftigen Updates von iOS, macOS und Co. enthalten sein.

Anders beim "Spectre"-Angriff: Er ist für Hacker extrem schwer umzusetzen - aber auch kaum zu beheben".

Nach Angaben des Unternehmens wurde eines der beiden möglichen Angriffsszenarien ("Meltdown") bereits mit Aktualisierungen seiner Betriebssysteme abgestellt. "Wir schätzen, dass es diesen Code auch in den nächsten Tagen bis Wochen nicht geben wird". Somit seien Smartphones, Tablets, PCs, Laptops und Server gleichermaßen betroffen.

Die Sicherheitslücke, die jetzt bekannt wurde, betrifft eine Arbeitsweise in Computer-Prozessoren, die seit 20 Jahren üblich ist. "Wenn ein Problem offenkundig wird, versuchen die Hersteller Schadensminimierung mit geringstmöglichem Aufwand - und möglicherweise zu Lasten der Verbraucher", sagte der Sprecher des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Otmar Lell, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagsausgabe). Diese werden an den entsprechenden Stellen angezeigt und sollten aufgespielt werden.

IT-Experte Schwarz beruhigt: Ein Update könne auch "Spectre" so erschweren, dass der Angriff in Realität kaum machbar sei.

Angesichts der Sicherheitslücke in Computerchips von Milliarden Geräten werfen deutsche Verbraucherschützer den Herstellern vor, zu Lasten der Kunden zu wenig in die Sicherheit ihrer Produkte zu investieren. Das sei ein altbekanntes Problem - in der Branche werde es in der Regel gelöst, indem Software-Hersteller Programme schreiben, die die Defizite der Hardware ausgleichen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) riet Bürgern und Unternehmen zu einem zügigen Update ihrer Computer und Smartphones.

Comments