Bereits tausende Menschen betroffen: Kommt die Todes-Grippe nach Deutschland?

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Der Gesundheitsdienst befürchtet eine der schlimmsten Grippewellen der letzten 50 Jahre. Dabei bezeichnen sie die Grippe als "Aussie Flu" und suggerieren damit, die Grippewelle sei von Australien nach Großbritannien geschwappt.

Gleich in 5 Städten in Großbritannien ist der gefährliche Virus Influenza A ausgebrochen. Ein besonders aggressiver Grippe-Virus aus Australien breitet sich in Europa aus.

In Irland führte die Grippewelle bereits zu Todesfällen und sogar die katholische Kirche probiert durch Präventivmaßnahmen die Verbreitung des Virus einzuschränken. Allein im Zeitraum von Weihnachten bis Neujahr seien dort zahlreiche neue Grippe-Fälle aufgetreten, 27 Patienten sollen sich aktuell auf der Intensivstation befinden.

Auch der National Health Service in England ist alarmiert.

Eine Grippewelle mit dem gefährlichen H3N2-Virus wütet zur Zeit in Großbritanien.

In Australien sorgte das H3N2-Virus im vergangenen Jahr für die größte Grippe-Pandemie seit 2009, berichtet das australische Gesundheitsministerium. Über 170.000 Fälle sind bereits gemeldet.

In Deutschland war die Zahl der Grippe-Erkrankungen Ende 2017 leicht erhöht.

Nun warnt auch das Robert-Koch-Institut vor der Grippewelle 2017/2018 und ruft in diesem Zusammenhang erneut zur Impfung auf. Selbst eine schwere Grippewelle in einem angrenzenden Land wie Frankreich müsse nicht bedeuten, dass sich die Erreger auf Deutschland ausbreiten.

Jeden Winter breiten sich ein paar Virusstämme von H3N2 aus. Die meisten Menschen werden sich in etwa einer Woche erholen und brauchen keine spezielle Behandlung, abgesehen von Bettruhe und viel Flüssigkeitsaufnahme. Auch Menschen mit gesundheitlichen Vorbelastungen, wie beispielsweise Herzerkrankungen, zählen zur Risikogruppe.

Laut Glasmacher gibt es zur Zeit sehr wenige H3N2-Fälle in Deutschland. Das H3N2-Virus war in Deutschland bereits Winter von 2015 auf 2016 dominanter Vertreter der Grippe. "Die Australier haben eher die Grippe der Nordhalbkugel geerbt, nicht umgekehrt", erklärt Glasmacher.

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