Byton hat Elektropower für 45.000 Dollar

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Den Antriebsstrang und die Akkuzellen kauft Byton zu, entwickelt aber die Batteriepacks selbst, weil das eine Schlüsseltechnologie für das Geschäft sei. Die aktuelle Reichweite des Konzeptautos von knapp 400 Kilometern soll bis zum Marktstart auf 530 Kilometer steigen. Der Preis soll bei 45.000 Dollar (37.360 Euro) liegen. Der 2019 kommende vollelektrische große Premium-SUV wird zunächst in zwei Ausführungen angeboten: Mit Heckmotor und 200 kW (272 PS) Leistung sowie als Allrader mit jeweils einer E-Maschine vorne und hinten mit zusammen 350 kW (476 PS) Leistung. 2020 will Byton in die USA gehen - und in der zweiten Jahreshälfte nach Europa. "Alles andere wäre Zeitverschwendung", sagt Breitfeld. "In China ist eine sehr große Mittelklasse unterwegs, die soviel Geld für ein Auto ausgeben will und kann", betont Breitfeld. Der Name lehnt an "Bytes on Wheels" an - Bytes auf Rädern. Er hatte bei BMW einst federführend am Elektro-Sportwagen i8 gearbeitet. Bei BMW waren auch Designer Benoit Jacob, Marketingchef Henrik Wenders sowie der Mitgründer und Byton-Präsident Daniel Kirchert.

Für die Serienversion seines Erstlingswerks verspricht Byton Selbstfahr-Technik der Stufe vier, die durch diverse Kameras, Sensoren, Radare und Laser ermöglicht wird.

In Zeiten digitaler Vernetzung sind auf der Consumer Electronics Show (CES), der weltweit größten Messe für Unterhaltungselektronik, immer mehr Autohersteller präsent. "Da sind hunderttausende hervorragende Ingenieure unterwegs, da ist viel Geld dahinter, da sind sehr starke Marken". Einer der in Las Vegas durchstarten will, ist der neue chinesische Automobilhersteller Byton. "Ich will nicht ausschließen, dass wir in Zukunft auch woanders produzieren", sagte Breitfeld. Im Anschluss an das nächstes Jahr startende SUV sind eine Limousine und ein Minivan mit Batterie-Antrieb geplant. Inzwischen kämpft sie mit Problemen auf breiter Front, die Zukunft scheint ungewiss. Unter den Investoren von Byton sind unterdessen zwei chinesische Schwergewichte mit tiefen Taschen: Der Internet-Riese Tencent und der iPhone-Auftragsfertiger Foxconn.

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