Erste US-Verbraucher verklagen Intel wegen Chip-Schwachstelle

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Nach Bekanntwerden der schwerwiegenden Sicherheitslücke bei Computer-Prozessoren gibt es erste Klagen von Verbrauchern in den USA.

Sie argumentieren, dass Intel seit Monaten von der Schwachstelle wusste und ihnen wissentlich schadhafte Chips verkauft wurden. Sie fordern deshalb Wiedergutmachung.

Santa Clara. Im Laufe der Woche wurden zunächst drei Klagen in den Bundesstaaten Kalifornien, Indiana und Oregon eingereicht.

Sie streben den Status von Sammelklagen an, denen sich weitere Konsumenten anschließen können.

Januar wurden die Informationen über die Sicherheitslücken, die von Google-Sicherheitsexperten des sogenannten "Project Zero", Forschern der TU Graz und der deutschen Sicherheitsfirma Cyberus Technology entdeckt wurden, weltweit veröffentlicht. Durch die Leaks können zumindest theoretisch auf breiter Front Daten abgeschöpft werden. Die Sicherheitslücke betrifft nicht nur Intel, sondern auch die Prozessoren anderer Hersteller. Internationale Tech-Firmen arbeiten mit Hochdruck daran, die seit Jahren bestehende Lücke so gut es geht mit Software-Aktualisierungen zu stopfen. Nur ein Austausch des Chips oder ein kompletter Neukauf würde das Problem tatsächlich beheben.

Diese Nachricht wurde am 07.01.2018 im Programm Deutschlandfunk Nova gesendet. Die Kläger schießen sich jetzt zum Teil darauf ein, dass "Meltdown" bisher nur auf Intel-Prozessoren nachgewiesen wurde. Intel, Microsoft und Apple betonten, dass nach ihren Erkenntnissen die Schwachstelle noch nicht für Angriffe ausgenutzt worden sei.

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