Intel stellt neuen Prozessor mit AMD-Grafik vor

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NUC8i7HNK ist mit einem Core Prozessor der achten Generation mit Radeon RX Vega M GL ausgestattet. Verschiedenste Kanäle verwenden allerdings die etwas umgänglichere Bezeichnung Kaby-Lake-G-Serie. Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen den fünf Prozessoren sind daher zum einen die vordefinierte CPU-Taktrate, zum anderen die Art der zusätzlich auf der Trägerplatine sitzenden Radeon-GPU. Vergleicht man die theoretische Rechenleistung beider Grafikeinheiten in Bezug auf die jeweilige Basis-Taktfrequenz, ist die GPU des Core i7-8809G also um rund 37 Prozent schneller (3,265 vs 2,383 TFlops). Je nach Auslastung lässt AMD die Shader-Kerne mit einer Taktfrequenz zwischen 1063 und 1190 MHz laufen. Das Spitzenmodell ist der i7-8809G mit einem acht Megabyte großen L3-Cache, der standardmäßig eine Geschwindigkeit von 3,1 GHz erreicht und im Turbo-Modus 4,2 GHz schnell wird; zudem kann er von seinem Nutzer frei übertaktet werden.

Die Radeon Vega Mobile besteht aus zwei Chips, die AMD auf ein gemeinsames Package setzt: Der eigentlichen Vega-GPU, welche deutlich kleiner ausfällt als eine Vega 10 auf einer Radeon RX Vega 64, und einem HBM2-Speicherbaustein. Der neue HBM2-Grafikspeicher ist ideal für die neue Lösung, weil er platz- und energiesparender ist als der bisher übliche GDDR5-Speicher. Diese iGPU übernimmt bei der Darstellung von wenig anspruchsvollen Inhalten das Kommando, sodass die Radeon Vega M GPU abgeschaltet werden kann, um den Energieverbrauch zu senken.

Wie eingangs erwähnt handelt es sich bei den Intel Core i 8000er Prozessoren der G-Serie um Chips, die vorrangig für das Notebook-Segment entwickelt wurden. Freilich ist dieses Konzept nicht neu, sondern Intel tritt nun gewissermaßen in direkte Konkurrenz zu Nvidias Max-Q-Initiative des vergangenen Jahres.

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