Landgericht verweist Niki-Insolvenz nach Österreich

Einstellen Kommentar Drucken

Die Zivilkammer 84 des Landgerichtes Berlin hob am Montag den Beschluss des Amtsgerichtes Charlottenburg auf.

Dass Air Berlin die Steuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten von NIKI übernommen hzabe, könne "kein allein maßgebliches Kriterium sein".

Wien/Berlin - Ein Berliner Gerichtsurteil bringt die Rettung der österreichischen Fluglinie Niki ins Wanken.

Indes entscheidet auch das österreichische Landesgericht Korneuburg über die Zuständigkeit in dem Fall.

Der Fluggast-Dienstleister FairPlane verspricht sich von einem Konkursverfahren in Österreich bessere Chancen, Kundenforderungen von mehr als 1,2 Millionen Euro durchzusetzen.

Das Insolvenzverfahren für die Air-Berlin-Tochter Niki muss in Österreich geführt werden, nicht wie geplant in Deutschland.

Im Dezember 2017 war bereits die Lufthansa mit dem Versuch gescheitert, Niki zu übernehmen. Die Kaufverträge seien "hinfällig".

Der zur British-Airways-Mutter IAG gehörende spanische Billigflieger Vueling ging aus dem vom deutschen Insolvenzverwalter aufgesetzten Verkauf als Sieger hervor und wollte für 20 Mio. Für die Zeit bis zur Übernahme hatte sich IAG bereit erklärt, Niki mit bis zu 16,5 Mio. 740 der 1000 Mitarbeiter sollen übernommen werden. Euro unter die Arme zu greifen.

Doch mit dem Insolvenzantrag durch das Fluggastportal Fairplane beim Landgericht Korneuburg in Österreich Anfang Januar sei ein großes Fragezeichen zur Zukunft des Ferienfliegers aufgetaucht, so Tankovits. "Sobald das Insolvenzverfahren für Niki in Österreich stattfindet, kann der Masseverwalter den in Berlin beschlossenen Deal mit IAG/Vueling ebenso bestätigen und die weitere Umsetzung verfolgen".

Bis zu einer möglichen Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof gilt demnach aber der Beschluss des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg, das sich selbst für zuständig für Niki erklärt hatte. Die erste Instanz hatte eine Beschwerde des Passagierrechte-Portals FairPlane gegen die Durchführung des Insolvenzverfahrens in Deutschland abgewiesen. Bis zu einer abschließenden Entscheidung könnte das Insolvenzverfahren in Berlin zwar weiter betrieben werden, sagte eine Gerichtssprecherin.

Comments