Siemens zieht Healthineers-Börsengang vor

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Siemens zieht Finanzkreisen zufolge den milliardenschweren Börsengang seiner Medizintechnik-Tochter Healthineers vor.

Siemens wolle den offiziellen Startschuss bereits Anfang März geben, hieß es.

Bisher hatte Siemens einen Börsengang im ersten Halbjahr angepeilt. Obwohl Siemens nur einen Minderheitsanteil abgeben möchte, könnte das Emissionsvolumen bis zu 10 Milliarden Euro erreichen. Den Insidern zufolge will sich der Industriekonzern aber die derzeit gute Stimmung an der Börse zunutze machen. Das Unternehmen äußerte sich bislang nicht über eine Vorverlegung. Die Emission könnte angesichts einer Bewertung von bis zu 40 Milliarden Euro aber 6 Milliarden bis 10 Milliarden Euro schwer werden.

Zwischenzeitlich hatte Siemens-Chef Joe Kaeser überlegt, die Medizintechnik nicht in Frankfurt, sondern in den USA an die Börse zu bringen.

Auf die Frage, ob dies Norwegen und China umfasse, antwortete er: "Das Spektrum der wichtigsten Staatsfonds werden wir vermutlich abdecken, ja". Allerdings wäre dann die Zahl der frei gehandelten Aktien nicht so hoch. "Wir wollen massiv investieren, um eine Siemens-Gesundheitstechnik zu schaffen, die das Potenzial hat, in 20 bis 30 Jahren größer zu sein als das industrielle Siemens". Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Healthineers einen hoch profitablen Umsatz von rund 13,8 Milliarden Euro, rund ein Sechstel der Konzernerlöse.

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