Deutschland Ausfuhren steigen kräftig

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"Das ist der kräftigste Zuwachs seit fast drei Jahren", teilte das Statistische Bundesamt mit.

Die deutsche Wirtschaft hat bei der Produktion und bei den Exporten zuletzt erneut kräftig zugelegt.

Insgesamt verkauften die Unternehmen Waren im Wert von 116,5 Milliarden Euro ins Ausland.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im November 2017 Waren im Wert von 67,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 62,1 Milliarden Euro von dort importiert. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im November 2017 Waren im Wert von 24,9 Milliarden Euro (+ 6,2 %) exportiert und Waren im Wert von 20,8 Milliarden Euro (+ 9,6 %) von dort importiert. Die Ausfuhren steigen im November des abgelaufenen Jahres um über vier Prozent - im Vorjahresvergleich ist der positive Trend noch deutlicher zu erkennen. "Die gute Entwicklung der Auftragseingänge sowie die optimistischen Geschäftserwartungen deuten für die kommenden Monate auf eine lebhafte Entwicklung der Industriekonjunktur hin", erklärte das Ministerium. "Die Weltwirtschaft liefert Impulse", sagte Commerzbank-Ökonom Christoph Weil.

Besonders die Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen profitieren von der bessren Weltkonjunktur und fuhren ihre Produktion überdurchschnittlich kräftig hoch.

Volkswirte sind ähnlich zuversichtlich. "Aufgrund des hohen Auftragsbestandes wird die Produktion weiter unter Dampf bleiben", sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger. Das ist der kräftigste Anstieg seit mehr als acht Jahren. Dazu veröffentlicht das Statistikamt am Donnerstag seine erste Schätzung. Sie stellten im November 3,4 Prozent mehr her als im Vormonat. Im November 2016 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz + 22,0 Milliarden Euro betragen. Im November 2016 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 24,9 Milliarden Euro ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel einschließlich Ergänzungen zum Außenhandel (+ 25,4 Milliarden Euro), Dienstleistungen (- 0,6 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+ 5,9 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (- 5,2 Milliarden Euro) schloss die Leistungsbilanz im November 2017 mit einem Überschuss von 25,4 Milliarden Euro ab. Das allerdings dürfte wieder etliche Kritiker auf den Plan rufen.

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