Häupl-Nachfolge: Nur zwei Kandidaten

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Um die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters und Wiener SPÖ-Obmanns Michael Häupl werden - so wie erwartet - zwei Kandidaten rittern. Doch die beiden sind nicht die einzigen, die sich um den Job des langjährigen Stadtchefs Michael Häupl bewerben: Jurist Manfred Arbacher-Stöger hatte bereits im Dezember angekündigt, sich als dritter Kandidat ins Spiel bringen zu wollen – "Heute" berichtete hier.

Und tatsächlich: Der Jurist hat sich nun offiziell beworben, die Unterlagen eingereicht und somit die Aufstellung zur Wahl beantragt. Auch unter den Parteitagsdelegierten der Gewerkschaft gibt es laut Meidlinger eine Mehrheit für Ludwig.

Daher seien diese Personen von der Wahlkommission nicht auf den Wahlvorschlag gesetzt worden - auf diesem stehen damit nur der bisherige Wohnbaustadtrat Ludwig und der geschäftsführende Parlamentsklubobmann der SPÖ Schieder. Kern und andere könnten freilich immer noch am Parteitag ihren Antritt verkünden. Bei einem der weiteren Bewerber handelte es sich laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" um den Verwaltungsjuristen Michael Bernt, der 2015 aus der Partei ausgetreten sei. Große Relevanz kommt dabei den Bezirksorganisationen zu - mehr dazu in Häupl-Nachfolge: 981 Delegierte entscheiden. Beim Parteitag am 27.

APA  Martin Hirsch
APA Martin Hirsch

Spontane Kandidaturen am Parteitag sind theoretisch noch möglich. Die Hürde dafür ist jedoch hoch: Ein Bewerber bräuchte eine Zweidrittelmehrheit der rund 1.000 Delegierten, um überhaupt zur Abstimmung zugelassen zu werden.

Der außerordentliche Landesparteitag der SPÖ Wien findet am 27. Fix ist jedenfalls, dass sich Ludwig und Schieder schon vorher in zwei internen Hearings präsentieren werden.

ÖGB-Präsident Erich Foglar erklärte in der ZIB2, die Entscheidung der Delegierten zu "respektieren", wies allerdings darauf hin, dass auch Schieder ein "hervorragender Kandidat" sei. Während man im Schieder-Lager von einem sehr knappen Rennen ausgeht, rechnet ein hochrangiger Ludwig-Unterstützer, dass der Stadtrat rund 60 Prozent der Gesamtstimmen erobern werde.

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