Oliver Schmidt sitzt im US-Knast Inhaftierter VW-Manager klagt gegen Kündigung

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"Die Klage liegt beim Arbeitsgericht Braunschweig vor", sagte eine Gerichtssprecherin am Dienstag.

Im Dezember verhängte der zuständige Richter in Detroit eine siebenjährige Gefängnisstrafe gegen den langjährigen VW-Angestellten Oliver Schmidt wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze. "Dass er nun die fristlose Kündigung erhalten hat, offenbar, weil er die ihm erteilten Weisungen befolgt hat, ruft in Herrn Schmidt nicht nur das Gefühl hervor, ungerecht behandelt zu werden, ist arbeitsrechtlich auch höchst zweifelhaft". Ein Unternehmenssprecher wollte den Fall nicht kommentieren.

Erst im Dezember wurde Schmidt im Zuge des Dieselskandals in den USA zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er hatte sich nach einem Deal mit der US-Staatsanwaltschaft im August für schuldig bekannt. Laut Medienberichten stellte VW dem 48-Jährigen die Kündigung direkt in seine Gefängniszelle in den USA zu. Im September 2015 hatte Volkswagen nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden und Recherchen von Wissenschaftlern eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil Abgastests manipuliert zu haben.

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