Opel führt Kurzarbeit für voraussichtlich sechs Monate ein

Einstellen Kommentar Drucken

Rüsselsheim - Opel stellt im Stammwerk Rüsselsheim auf Kurzarbeit um. Die Bundesagentur für Arbeit habe dies bewilligt, erklärte ein Unternehmenssprecher am Montagabend. Zuvor hatten Geschäftsleitung und Betriebsrat in Abstimmung mit der IG Metall die Kurzarbeit vereinbart.

Optimistischer ist die Auslegung, dass der deutsche Autohersteller die vorerst auf sechs Monate befristete Maßnahme nutzt, um sich im neuen Konzerngefüge mit den Franzosen zu sortieren und für womöglich obsolet werdende Mitarbeiter neue Aufgaben zu finden. Betroffen sind sowohl die Produktentwicklung als auch Verwaltungsbereiche, hieß es. Ziel sei es, das Arbeitsvolumen an den deutschen Standorten zu verringern und so Entlassungen zu vermeiden. In der Fertigungsstätte wird das Modell Astra gebaut.

Zwar sagt Opel-Chef Michael Lohscheller, dass die Ingenieure am Stammsitz Kernkompetenzen für die gesamte PSA-Gruppe entwickeln sollen, etwa für alternative Antriebe. Es gebe auch Vorruhestandsregeln für Mitarbeiter, die 36 Monate vor dem frühestmöglichen Renteneintritt sind. Ob der Konzern sie am Ende aber auch abruft und wenn ja, mit wie vielen Mitarbeitern, muss sich noch zeigen. Auch Werkschließungen sind zunächst nicht vorgesehen. Als erste Aufgabenfelder sind die Entwicklung von Brennstoffzellen, ausgewählten Assistenzsystemen und Technologien zum automatisierten Fahren vorgesehen.

Comments