"Affen"-Pulli: Rassismus-Vorwurf gegen H&M"

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Wessen Idee bei H&M war es, diesen süßen schwarzen Jungen in einen Pulli zu stecken, auf dem geschrieben stand "coolster Affe im Dschungel"? Das Unternehmen sah sich genötigt zu reagieren.

Stockholm - Die schwedische Modekette H&M hat mit einer als rassistisch empfundenen Werbung für Empörung gesorgt.

Die britische Bloggerin Stephanie Yeboah hingegen erklärte auf Instagram: "Es ist irritierend, dass im Jahr 2018 Menschen immer noch nicht realisieren, dass das Wort, Affe' eine schrecklich rassistische Beleidigung für dunkelhäutige Menschen ist". "Wir bereuen zutiefst, dass das Bild ausgewählt wurde und bedauern den aufgedruckten Spruch", heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

Nach einem Aufschrei in sozialen Medien hat H&M das Foto entfernt. "Es ist offensichtlich, dass unsere Vorgaben nicht richtig befolgt wurden".

Mit dem Löschen des Produkts aus dem Online-Shop ist der Skandal aber keineswegs beendet. Der Musiker mit äthiopischen Wurzeln hatte bei H&M seine eigenen Kollektionen herausgebracht und für die Kette gemodelt. Auch Ex-Tennis-Star Boris Becker zeigte sich auf Twitter erbost.

Immer wieder haben Unternehmen wegen unsensibler Werbung mit Rassismus-Vorwürfen zu kämpfen. "Wann fangen wir endlich an Hautfarben zu respektieren?"

Der 50-Jährige hatte zuletzt AfD-Politiker Jens Maier angegriffen, nachdem auf dessen Twitter-Account Beckers Sohn Noah als "Halbneger" beschimpft wurde.

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