Bundeskabinett verabschiedet Bericht zu "Elterngeld Plus"

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Einziger Tagesordnungspunkt: Der Bericht des Familienministeriums zum Elterngeld Plus.

Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley zieht eine positive Bilanz: "Das Elterngeld Plus ist ein voller Erfolg". Mehr als drei Viertel der Nutzerinnen und Nutzern (77 Prozent) bewertet das Elterngeld Plus als "gute Sache". Im dritten Quartal 2015, als die Leistung erstmals zur Verfügung stand, wurde sie erst von 13,8 Prozent genutzt.

Mit dem Elterngeld Plus können Mütter und Väter, die in Teilzeit arbeiten, doppelt so lange Elterngeld beziehen. Die Väter sehen zudem den Vorteil, einen größeren Anteil der Kinderbetreuung zu übernehmen und die Kinder partnerschaftlich zu erziehen. Vor allem Väter nutzen dieses Angebot. Es sind also 28, statt nur 14 Monate beim Basiselterngeld.

Mitten in den Sondierungsgesprächen für eine neue große Koalition kommt die geschäftsführende Bundesregierung zu einer Kabinettssitzung zusammen. "Es ist kein Geheimnis, dass die Familienarbeitszeit für mich ein wichtiges Projekt ist".

Mit dem Elterngeld Plus und dem Partnerschaftsbonus unterstützt die Familienpolitik Eltern wirksam dabei, sich Zeit für ihre kleinen Kinder zu nehmen, dabei weiter im Beruf engagiert zu bleiben und sich auch gegenseitig zu unterstützen - so wie sie es sich wünschen und ohne dass die wirtschaftliche Stabilität der Familie gefährdet wird. Das Elterngeld Plus beträgt mindestens 150, höchstens 900 Euro.

Väter die gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbingen möchten, haben mit dem Elterngeld Plus dazu die Möglichkeit.

Spitzenreiter nach Bundesländern ist Thüringen, wie ferner das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Der familienpolitische Sprecher Marcus Weinberg (CDU) betonte aber auch, dass unterschiedliche Lebensmodelle der Familien berücksichtigt werden müssten.

"Noch nie hat die Landesbehörde so viel Leistung seit Einführung des Elterngeldes ausgezahlt", sagte der Präsident des Zentrums Bayern Familie und Soziales (ZBFS), Norbert Kollmer, nach Angaben vom Mittwoch.

Die Grünen-Abgeordnete Katja Dörner forderte ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit.

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