Frankreich leitet Ermittlung gegen Apple ein

Einstellen Kommentar Drucken

Wegen der Leistungsdrosselung bei älteren iPhone-Modellen droht Apple juristischer Ärger in Frankreich: Die Oberstaatsanwaltschaft leitete Vorermittlungen gegen den US-Konzern ein.

Ein Pariser Staatsanwalt hat vorläufige Ermittlungen gegen Apple eingeleitet, wie Reuters aus Justizkreisen erfuhr.

Geführt wird die Untersuchung von der DGCCRF, einer im Wirtschaftsministerium angesiedelten Behörde für Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung.

Bei dem Fall geht es um Apples Akkuprobleme beim iPhone. Apple hatte betont, die Firma würde "niemals" das Nutzererlebnis absichtlich schlechter machen, um mehr neue iPhones abzusetzen. "Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft war extrem schnell", sagte er.

Während in den meisten Ländern noch über die geplante Obsoleszenz von Elektrogeräten diskutiert wird, hat Frankreich bereits gehandelt und entsprechende Maßnahmen und Tricks der Hersteller zur absichtlichen Verkürzung der Lebenszeit von Produkten seit 2015 per Gesetz unter Strafe gestellt. Die Geldstrafe könnte aber auch bis zu 5 Prozent des Jahresumsatzes eines überführten Unternehmens ausmachen. Zuvor hatte eine französische Konsumentenvereinigung Klage erhoben, die sich gegen die bewusst verkürzte Lebensdauer technischer Geräte einsetzt.

In den USA darf sich Apple seit einiger Zeit nun auch mit Sammelklagen herumschlagen, die bis zu 999 Milliarden US-Dollar verlangen, was aber derzeit nicht unbedingt neu ist und bereits Ende 2017 angestossen wurde.

Comments