G20-Krawalle Mann muss für Flaschenwurf auf Polizisten dreieinhalb Jahre in Haft

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Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg ist ein Randalierer zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Die vom Amtsgericht der Hansestadt verhängte Strafe ist die bislang höchste in einem Prozess wegen der Krawalle von Anfang Juli.

Nach Überzeugung des Schöffengerichts hatte der 28-Jährige in der Nacht nach der "Welcome to Hell"-Demonstration am 6. Juli am Schulterblatt im Hamburger Schanzenviertel eine Bierflasche gegriffen, den Boden abgeschlagen und die Flasche auf Beamte geworfen".

Der 37-jährige Polizist wurde getroffen und leicht an der Hand verletzt.

Der Angeklagte habe sich der gefährlichen Körperverletzung, eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und des schweren Landfriedensbruchs schuldig gemacht. Das sei bei der Strafzumessung "besonders schwerwiegend" gewertet worden. "Es ging Ihnen darum, einen Polizeibeamten zu verletzen". Mit dem Urteil ging das Gericht noch deutlich über die Forderung der Staatsanwältin hinaus, die zwei Jahre und zehn Monate Haft gefordert hatte.

Eine Rolle spielte laut Gericht aber auch, dass der Mann wegen zahlreicher - teilweise auch einschlägiger Taten - vorbestraft war. Er hatte bereits mehrfach Haftstrafen verbüßt und befand sich während der angeklagten Tat zudem in einer laufenden Bewährung. Der Angeklagte hatte sich weder zu den Vorwürfen noch zu seinen persönlichen Verhältnissen geäußert. Wohl schrieb er einen Brief an das Gericht, in dem er sich zu einem Tötungsdelikt bekannt haben soll. Der Angeklagte muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

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