Kataloniens Separatisten proben Puigdemonts Comeback - per Skype?

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Barcelona/Madrid - Der ins Exil geflohene Ex-Regierungschef von Katalonien, Carles Puigdemont, soll nach dem Willen der beiden separatistischen Blöcke im Parlament die neue Regierung der autonomen spanischen Region anführen. Das berichten mehrere spanische Medien.

Das vereinbarten die "Allianz für Katalonien" des bisherigen Regionalpräsidenten Puigdemont und die links-nationalistische ERC unter ihrer Vorsitzenden Rovira. Allerdings haben die beiden Parteien keine Mehrheit im Regionalparlament. Sie sind auf die Unterstützung von linksradikalen Abgeordneten angewiesen. Diese muss ihre Zustimmung zu einem Regierungschef Puigdemont noch geben oder ihre Abgeordneten müssen sich bei der Wahl zumindest der Stimme enthalten. Puigdemont wird wegen der verfassungswidrigen Ausrufung der Unabhängigkeit Kataloniens von der spanischen Justiz gesucht. Puigdemont hatte sich nach seiner Entmachtung durch die Zentralregierung nach Belgien abgesetzt. Ihm werden Rebellion, Aufruhr und Veruntreuung öffentlicher Mittel vorgeworfen. Bei einer Rückkehr in die Heimat droht ihm eine Verurteilung und eine lange Haftstrafe. ERC-Chef Oriol Junqueras und weitere Separatisten sitzen bereits in Haft. Das neue Parlament soll sich kommenden Mittwoch konstituieren. Für die Wahl einer neuen Regierung ist jedoch die persönliche Anwesenheit vorgesehen. Demnach würden die Separatisten bei der Konstituierung das Parlamentspräsidium übernehmen und die Regel der Anwesenheitspflicht kippen.

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