China und Südkorea lassen Bitcoin-Preise stürzen

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Zusätzlich belasteten Medienberichte, denen zufolge China die Schließung von Geschäften zur Erzeugung der umstrittenen Digitalwährung (Mining) anordnen will. Doch das Präsididialamt bremst. Auch andere Digitalwährungen wie Ether, Ripple und Litecoin gerieten nach den Berichten über ein Schürf-Verbot in China und ein mögliches Handelsverbot in Südkorea unter Druck.

Kryptowährungen haben in Asien eine große Fangemeinde, weshalb die Kurse auf Nachrichten aus dieser Region besonders sensibel reagieren. Es gebe große Bedenken hinsichtlich der virtuellen Währungen und daher bereite das Ministerium ein Verbot des Handels über entsprechende Börsen vor. Ein entsprechendes Gesetz sei in Vorbereitung, sagte Park Sang Ki vor Journalisten. "Das ist nicht die endgültige Entscheidung". Da so ein Gesetzesentwurf aber erst ausgearbeitet und im Mehrheitsbeschluss genehmigt werden muss, könnte das tatsächliche Verbot noch lange Zeit auf sich warten lassen - genaue Details hierzu gibt es derzeit noch nicht. Der Vorgang könnte mehrere Monate in Anspruch nehmen. Die rasante Wertsteigerung im vergangenen Jahr hat in Südkorea einen wahren Ansturm auf die Kryptowährungen ausgelöst. Park sagte, der Handel damit käme "der Spekulation und dem Glücksspiel" gleich. Er warnte, dass die Blase platzen könne, und viel Geld dabei verloren werde. Die Regierung hatte bereits im Dezember angekündigt, den Krypto-Handel stärker zu kontrollieren, einschließlich eines Verbots von anonymen Anlagekonten. Der Preis pro Bitcoin brach am Donnerstag zeitweise um zwölf Prozent auf 12.800 Dollar ein.

Auf der Handelsplattform Bitstamp kostete ein Bitcoin zuletzt rund 13.800 US-Dollar, nachdem er einige Stunden zuvor noch mit knapp 15.000 Dollar gehandelt wurde. Ripple und Litecoin, die sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit erfreuen, sackten um bis zu 19 beziehungsweise bis zu 10 Prozent ab. China gilt als Heimat für große, professionelle Bitcoin-Miner.

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