AfD sagt Parteitag in Hannover schon wieder ab

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Hannover. In der niedersächsischen AfD herrscht offenbar gelindes Chaos. Ein Sonderparteitag wurde jetzt abgesagt.

Nach der Absage des AfD-Sonderparteitags am Wochenende in Hannover versuchen die Gegner des niedersächsischen AfD-Landesvorsitzenden Paul Hampel nun über einen juristischen Umweg, den abgesagten Parteitag doch noch stattfinden zu lassen.

Sein Stellvertreter und parteiinterner Gegner Oliver Westphal bestätigte die Entscheidung: "Aktuell sieht es so aus, dass der Parteitag nicht stattfindet".

Die Gegner des umstrittenen Landesvorsitzenden Hampel hatten den Sonderparteitag gefordert, weil sie seine Abwahl durchsetzen wollten. Im November hatte der Landesvorstand die Einberufung der Versammlung beschlossen. Hampel hatte dies mit einer unsicheren Rechtslage wegen mehrerer Einladungen begründet.

Mit dem Antrag wollen die Hampel-Widersacher die Stadt als Vermieterin gerichtlich zwingen, das Mietverhältnis für das Bürgerhaus Misburg wie ursprünglich vorgesehen durchzuführen. Dann aber machte der Landeschef einen Rückzieher und lud Ende Dezember schließlich doch zu einem "Eilparteitag" nach Hannover-Misburg ein. "Ich will diesen Parteitag nicht verhindern, aber ich möchte auch nicht, dass das Ergebnis angefochten wird", sagte Hampel. Der Vorstand wolle am Samstag entscheiden, wann die Veranstaltung nachgeholt wird.

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