BVB-Fans boykottieren Montagsspiel gegen Augsburg

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Das "Bündnis Südtribüne", das aus Fanklubs und Ultragruppen besteht, kündigte an, die Karten des Heimspiels am Montag, dem 26. Februar, verfallen zu lassen.

Frankfurt und Leipzig bestreiten am 19. Februar das erste Bundesliga-Montagsspiel in dieser Saison, eine Woche später stehen sich der BVB und Augsburg in Dortmund gegenüber.

"Für fangerechte Anstoßzeiten": Die Südtribüne protestierte schon mehrfach gegen Montagsspiele. "Für uns ist der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen! Fußball lebt nicht in Glotze, sondern im Stadion", heißt es auf der Internetseite.

Das Bündnis gründete sich 2014 und umfasst inzwischen 2261 Mitglieder.

In der Einführung von Bundesliga-Montagsspielen sieht das Fanbündnis einen "weiteren großen Schritt hin zum Ausverkauf des Fußballs" - und kritisiert dabei auch den eigenen Klub: "Vor allem die Vereine haben auf Spiele am Montag gedrängt, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen ihrer Fans zu nehmen". Die meisten sind seit vielen Jahren bei jedem Heimspiel im Signal-Iduna-Park anwesend, wie es auf der Homepage heißt.

Das soll sich nun für ein Spiel ändern: "Schweren Herzens, aber aus Überzeugung, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen".

Die Bundesligaspiele am Montag seien "der negative Höhepunkt der sukzessiven Spieltagszerstückelung". Die Montagspartie der 2. Liga wird dann auf Samstag verschoben. Deshalb ruft das BVB-Fanbündnis "Südtribüne Dortmund" zum Boykott dieser Begegnung auf.

Dabei denken die BVB-Fans auch an die Gäste aus Augsburg: "Die Augsburger müssen an einem Montag fast 600 Kilometer abspulen, um ihre Mannschaft in Dortmund unterstützen zu können".

Verbesserungsvorschläge haben die deutschen Fanszenen an die DFL geschickt.

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