Coca-Cola bringt neue Sorten

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Der amerikanische Brausekonzern muss nach Einschätzung des Umwelt- und Verbraucherschutzverbandes seinen Teil dazu beitragen, die gesetzlich festgelegte Mehrwegquote von 70 Prozent zu erreichen und nicht das Gegenteil zu tun.

"Eine der umweltunfreundlichsten Getränkeverpackungen ist die Getränkedose". Die Dose werde in Deutschland bundesweit von nur wenigen Abfüllanlagen über lange Strecken transportiert. Die 1,5 Liter und 0,5 Liter Mehrwegflasche wurden bereits abgeschafft und aus dem Sortiment genommen. Deren Produktion verbraucht viel Energie. Zudem kommen auf eine Tonne Aluminium bis zu vier Tonnen giftiger Rotschlamm als Abfallprodukt. Denn: In Deutschland werden die neuen Sorten nicht eingeführt.

Kleindosen würden das Verhältnis der verpackten Getränkemenge im Vergleich zum eingesetzten Verpackungsmaterial erheblich verschlechtern. Es ist ein Skandal, dass Coca-Cola diesen ökologischen Irrsinn zu einem Trend für Verbraucher machen möchte. Die Profitgier des Soft-Drink-Giganten kenne keine Grenzen, kritisiert Resch und fordert Coke auf, auf die Einführung zu verzichten. Wer seine Getränke umweltfreundlich genießen möchte, sollte zur Mehrwegflasche greifen. Durch ihre bis zu 60-malige Wiederbefüllung könnten Ressourcen eingespart und das Klima entlastet werden, so Resch weiter.

"Coca-Cola setzt auf einen Mix von Mehrweg- und Einwegverpackungen", lautet die lapidare Begründung eines Coke-Sprechers. Das ergaben die Zahlen, die Ende Oktober bekanntgegeben wurden. Die Bilanz profitierte von Kosteneinsparungen und Preiserhöhungen.

Gute Neuigkeiten für Coca-Cola-Liebhaber: Wie "Business Insider" berichtet, bringt das Unternehmen in naher Zukunft vier neue Geschmacksrichtungen auf den Markt - und das Design wird ebenfalls geändert. Der Schwenk geht weg von zuckerhaltigen Limonaden, die bei Verbrauchern nicht mehr so hoch im Kurs stehen. Für Umweltschützer jedenfalls nicht.

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