Fehler korrigiert, aber 11 Fehler provoziert: Bundesliga setzt weiter auf Videobeweis

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Frankfurt. Die Bundesliga startet wieder, doch nicht nur die Stars stehen dann wieder im Blickpunkt - sondern auch die Schiedsrichter.

In der Bundesliga wird die Technik seit Saisonbeginn genutzt und hatte immer wieder zu Diskussionen geführt. 37 Mal erwies sich der Eingriff ins Spiel nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes und der Deutschen Fußball Liga als richtig.

Konkret bedeutet dies: Laut DFB-Statistik wurden in der Hinrunde 37 Fehlentscheide durch den Einsatz des Videobeweises verhindert. Insgesamt hat es 50 "Empfehlungen zur Entscheidungsumkehr" aus dem Video-Kontrollzentrum in Köln gegeben.

Ganz konkret wurden in den 153 Spielen der Bundesliga-Hinrunde 1041 Schiedsrichter-Entscheide überprüft. "Das Ziel ist es, die wirklich unerträglichen Fehler aus dem Spiel zu nehmen, und nicht, jede Situation im Spiel zu sezieren", erklärte DFB-Schiedsrichter-Boss Lutz Michael Fröhlich und fügte hinzu: "Wir haben am Ende nicht allzu viele gravierende Fehlentscheidungen erlebt. Das Glas ist also zu drei Vierteln voll".

Grundsätzlich war DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich zufrieden mit den Unparteiischen. Im Anschluss legt das Council der FIFA fest, ob der Videobeweis schon in Russland zum Einsatz kommen soll. "Im Grundsatz finde ich den Videobeweis gut, aber er muss anders gehandhabt werden", sagte Heynckes. Der Weltverband FIFA "wird die Erkenntnisse aus den Nationalverbänden nutzen, um die richtige Entscheidung zu treffen", sagte Fröhlich: "Ich denke aber, der Videobeweis wird bei der WM zum Einsatz kommen".

Der Videobeweis wurde bislang in 13 Ländern getestet, unter anderem auch in der italienischen Serie A und der amerikanischen MLS sowie auf internationaler Bühne unter anderem beim Confederations Cup, der Klub-WM und Freundschaftsspielen. Und in wie vielen Fällen hat der Schiedsrichter seine Meinung geändert? Nie. Was die Umsetzung angeht, gehen die Italiener genauso vor wie die deutschen Schiedsrichter.

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