IG Metall ruft zu Warnstreiks in fünf Küstenländern aus

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Berlin/brandenburg/Sachsen. Auch am Freitag wird wieder gestreikt. "Fünf vor zwölf" hieß es dann kurz vor Mitternacht, als die Nachtschicht der Fordwerke die Arbeit niederlegte. Bisher sind insgesamt mehr als 8810 Metaller in den drei Bundesländern in Streik getreten.

Nach den festgefahrenen Tarif-Verhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland hat die IG Metall die Warnstreiks in Hamburg ausgeweitet - so in Harburg bei Mercedes und bei Airbus.

Airbus sei der größte tarifgebundene Arbeitgeber in der Region, sagte Ina Morgenroth, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Hamburg, im Gespräch mit NDR 90,3.

Nun ist auch die Autoindustrie von den Warnstreiks der Metallindustrie betroffen. In Brandenburg legten 350 Beschäftigte aus zwei Betrieben, in Sachsen beteiligten 630 Beschäftigte aus sieben Betrieben die Arbeit nieder. Auch die Forderung nach Verkürzung der Arbeitszeit für bestimmte Arbeitnehmergruppen auf Zeit passe in die moderne Industriegesellschaft, zum Beispiel wegen Kinderbetreuung, Pflege von Eltern oder besonderer Belastungen für Schichtarbeiter. Die Arbeitgeber haben bislang 2 Prozent mehr Lohn angeboten und verlangen, dass mehr Beschäftigte als bislang auch länger als 35 Stunden pro Woche arbeiten dürfen.

Gestreikt werden soll heute bei GE Power und Stadler in Berlin Pankow, Volkswagen in Zwickau, Schnellecke Logistics in Glauchau, Bahntechnik Brand-Erbisdorf, Berthelsdorfer Str. 8, 09618 Brand-Erbisdorf, Mahle ITS Reichenbach in Bobritzsch-Hilbersdorf, Leesys und TAKRAF in Leipzig.

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