JP Morgan spürt Steuereffekt - Wells Fargo profitiert

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Die mit den Folgen eines teuren Scheinkonten-Skandals kämpfende US-Großbank Wells Fargo gehört schon heute zu den Profiteuren von Donald Trumps Steuerreform. Allerdings bedeutet das tatsächlich gleichwohl einen staatlichen Gewinn von 4,23 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) im vierten Quartal des vergangenen Jahres.

Im vierten Quartal verdiente das Geldhaus aus San Francisco somit unterm Strich fast 6,2 Milliarden Dollar und damit annähernd ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum. Ohne diese Belastung, so rechnete JP Morgan vor, wäre der Gewinn praktisch stabil geblieben.

Die Erträge im Handel mit Anleihen, bei dem traditionell auch die Deutsche Bank (DBK 15.246 -0.66%) in den USA stark vertreten ist, gingen wegen der Zurückhaltung der Kunden und extrem niedriger Schwankungen an den Finanzmärkten um 34% zurück. Die Deutsche Bank, die mit den amerikanischen Häusern im Investmentbanking konkurriert, will ihre Jahresbilanz am 2. Februar veröffentlichen.

Grund ist, dass ab diesem Jahr geringere Steuern anfallen und dies bereits jetzt als positiver Effekt in der Bilanz verbucht wird, wie die Bank am Freitag mitteilte.

So wie JP Morgan leiden auch die meisten anderen amerikanischen Banken unter der Steuerreform von Trump - allerdings nur kurzfristig. Mit der größten Steuerreform in Amerika seit 30 Jahren sinkt die Körperschaftssteuer auf 21 Prozent von 35 Prozent. Davon werden zwar auf lange Sicht auch die Banken profitieren, doch zunächst werden bei vielen hohe Abschreibungen fällig.

Während die US-Steuerreform die Kassen von J.P. Morgan leer, füllt sie die Kassen von Wells Fargo.

Dazu trug der Sondereffekt aus der Steuerreform 3,35 Mrd.

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