Trump beschimpft afrikanische Staaten und Haiti

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Vulgär-Attacke auf Haiti & Co.!

Bei den Beratungen über ein neues Einwanderungsgesetz hat sich US-Präsident Donald Trump Berichten zufolge verächtlich über Einwanderer aus Afrika und Haiti geäußert.

Sie zitiert zwei über das Meeting informierte Mitarbeiter der Regierung, laut denen Trump gepoltert habe: "Warum kommen all diese Leute aus Drecksloch-Ländern hierher?" . Das berichten die New York Times, die Washington Post und andere US-Medien.

Der Kampf gegen Einwanderer war eines von Trumps zentralen Versprechen. Er sprach von einem "Gesetz der Liebe" - einer Reform, die der Mehrheit der elf Millionen illegalen Einwanderer in den USA einen Weg zur Staatsbürgerschaft ebnen soll. "Eine Würde, von der der Präsident mit all seinem Geld und all seinem Einfluss lernen könnte".

Das Weiße Haus dementierte die Wortwahl Trumps nicht. Im Gegenzug stimmt der Kongress zu, 2,7 Milliarden Dollar für die Grenzsicherung zu genehmigen.

Heute hat Donald Trump weniger Zeit für umstrittene Äußerungen. Aber statt 50 000 Green Cards sollten nur noch 25 000 vergeben werden.

Laut "Washington Post" bezog Trump sich auf afrikanische Länder sowie auf Haiti und El Salvador. Trump fügte an, die USA sollten mehr Leute aus Ländern wie Norwegen einwandern lassen. Und er erklärte, dass er auch Einwanderer aus bestimmten asiatischen Ländern akzeptieren würde. Denn diese würden den USA wirtschaftlich helfen. Demnach fragte er auch: "Warum brauchen wir mehr Haitianer?" "Schmeißt die aus der Lotterie raus".

In dem Gespräch erläuterte der demokratische Senator Richard "Dick" Durbin Trump offenbar, dass dem Vorschlag der Politiker zufolge eine bislang bestehende spezielle Visa-Vergabe per Los beendet werden sollte.

Das Weiße Haus verteidigte den Präsidenten. Sprecher Raj Shad sagte lediglich, einige Politiker in Washington würden für Menschen im Ausland kämpfen, "aber Präsident Trump wird immer für die Amerikaner kämpfen".

Die Demokraten sahen dies freilich ganz anders.

Der demokratische Kongressabgeordnete Luis Gutierrez sagte, nun sei "zu hundert Prozent" klar, "dass der Präsident ein Rassist ist, der die von unserer Verfassung garantierten Werte nicht teilt". Wie kann man diesen Mann ernst nehmen? "Es geht hier offensichtlich um nicht-weiße Menschen und wie man diese aus den USA fern halten kann". Seine Kommentare seien "nur ein weiterer Beweis für seine rassistisch unsensiblen und ignoranten Ansichten", sagte der republikanische Senator Cedric Richmond.

Selbst Republikaner kritisierten Trump. "Dieses Verhalten ist für das Oberhaupt unserer Nation inakzeptabel".

Da ist auf der einen Seite sein Zerwürfnis mit dem "Alt-Right-Vordenker" Stephen Bannon (64), der in dem Skandal-Buch "Fire und Fury" über seinen Ex-Chef aus dem Nähkästchen geplaudert und dessen Kinder attackiert hatte.

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