Vibrionen: Frau isst Austern und stirbt an fleischfressenden Bakterien

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Jeanette LeBlanc und ihre Frau Vicki Bergquist waren aus Texas an die Küste von Louisiana gereist, um dort mit dem Boot zum Krabbenfischen auf den Lake Pontchartrain rauszufahren. 21 Tage später war Jeanette LeBlanc tot. Im Krankenhaus vermuteten die Ärzte zunächst eine allergische Reaktion, revidierten ihre Diagnose aber schnell.

Als die Mediziner die Patientin untersucht hatten, war klar: Die Beschwerden kamen von fleischfressenden Bakterien, die die 55-Jährige unwissentlich mit den Austern zu sich genommen hatte, so die britische "Daily Mail".

Im Gespräch mit dem Magazin "people.com" äußerte sich Vicki Bergquist zu besagtem Austern-Abend: Jeanette habe mehr Austern als alle anderen gegessen. Doch der vermeintliche Ausschlag verschlimmerte sich in den folgenden Stunden stetig, bis die Gliedmaßen der Frau von offenen Wunden übersät waren. Sie vermehren sich bei einer Wassertemperatur von 20 Grad Celsius. Beim Öffnen der Austern hatte sich die 55-Jährige verletzt. Nur ein kleiner Schnitt. Nicht der Rede wert.

Ob die Bakterien letztendlich über diesen Schnitt oder die gegessenen Austern in Jeanettes Körper eindrangen, ist nicht geklärt. "Wir hatten keine Ahnung von Vibrionen und waren daher sehr optimistisch, dass schon alles gut werden würde", erzählt Jennifer. "Sie sagte uns, ihre Beine würden immer schlimmer". Es war, als ob ihre Haut absterben würde. Schon bald konnte sie kaum noch sprechen.

Nach 21 Tagen war Jeanettes Kampf beendet. Doch der Verzehr der Meeresfrüchte endete für eine 55 Jahre alte Frau aus den USA tödlich: Jeanette LeBlanc erkrankte im September 2017 nach dem Verzehr von Austern bei einem Besuch in Westwego im US-Bundesstaat Louisiana und starb drei Wochen später.

Nun will ihre Witwe auf die Gefahren des Verzehrs von rohen Austern aufmerksam machen.

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