Belgien und Niederlande ändern Grenzverlauf

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Konkret gibt Belgien das 14 Hektar große Naturreservat Eijsder Beemen, gelegen bei Lanaken, nördlich von Visé, an die Niederlande ab. Nach Angaben des Gouverneurs der belgischen Provinz Lüttich ist zum 1. Januar ein Vertrag zur Grenzkorrektur in Kraft getreten. Zwei in der Maas gelegene Halbinseln werden dann den Niederlanden zugerechnet. Durch die Korrektur des Grenzverlaufs wird unser Land um zehn Hektar kleiner, während die Niederlande zehn Hektar hinzugewinnen. Vor einigen Jahrzehnten war es hier durch den Bau von Kanälen und die Begradigung der Maas zu Grenzverschiebungen gekommen, die zur Folge hatten, dass belgisches Gelände auf dem Landweg nur über niederländischen Grund erreichbar war. Belgien konnte seine Halbinseln de l'Ilal und d'Eijsden seitdem nur noch auf dem Wasserweg erreichen. Aber auch die Belgier bekommen etwas von den Niederländern. Gleiches galt umgekehrt für die bislang niederländische Halbinsel Petit-Gravier. Von der Situation profitierten immer wieder Drogenschmuggler, die die Halbinseln als gesetzesfreien Raum missbrauchten.

Der Grenzverlauf war zuletzt 1843 festgelegt worden.

Der belgische Außenminister Didier Reynders hatte das Grenzabkommen bereits 2016 als Zeichen für die hervorragenden Beziehungen zwischen beiden Ländern gewertet und darauf hingewiesen, dass er als Vorbild dienen sollte. "Der Vertrag zeigt, dass Grenzen auch friedlich neu gezogen werden können", sagte er.

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