Eine neue Waffe für die Polizei

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Bayerns Innenminister Joachim Hermann stellt im Laufe des heutigen Tages das neue Model der Dienstwaffe der bayerischen Polizei vor. Die Beamten im Freistaat verwenden seit 1979 die Pistole P7 von Heckler&Koch. "Das war für uns gerade mit Blick auf die anhaltende terroristische Bedrohung wichtig", argumentierte der Minister. Die Beamten verfügen künftig über 15 Schuss statt bisher acht.

Kriterien für die Auswahl waren unter anderem "ein möglichst geringes Gewicht, eine einfache und (stress) sichere Bedienung sowie eine flexible Anpassung des Griffstücks".

Alles in allem gibt das Innenministerium rund 30 Millionen Euro dafür aus.

Die P7 hatte sich zwar, so Herrmann, "aufgrund ihrer Verlässlichkeit, Leistung und Präzision bis heute stets bewährt". Das bisherige Modell wird nicht mehr produziert und muss deshalb ausgetauscht werden. Sie wird jedoch seit 2008 nicht mehr produziert, so dass langfristig der steigende Bedarf an Waffen und Ersatzteilen nicht mehr gedeckt werden kann. Herrmann: "Das ist eine wichtige Investition in die Sicherheit unserer Polizei und unserer Bürger". In der Erprobungsphase unter Leitung des oberfränkischen Polizeipräsidenten Alfons Schieder testeten dabei nicht nur Techniker die vier verschiedenen Modelle, sondern auch 1100 Polizisten. Bis Ende nächsten Jahres wird Bayern rund 40.000 Waffen des Typs SFP9 eingekauft und an seine rund 35.000 Polizeibeamten ausgegeben haben. Das Ergebnis floss mit einer Gewichtung von mehr als 50 Prozent in die Entscheidung für die neue Dienstpistole ein. Allerdings war der Ankauf neuer Waffen faktisch alternativlos.

"Eine moderne Ausstattung auf dem neuesten Stand ist eine wesentliche Voraussetzung für eine professionelle Polizeiarbeit", zog Herrmann als Fazit. Mittlerweile gehen der Polizei die Ersatzteile aus, obwohl sie aus anderen Bundesländern deren Altbestände aufgekauft hat.

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