Forscher entdecken mehr Wassereis auf dem Mars

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Forscher haben auf dem Mars mehrere Orte beobachtet, an denen dicke unterirdische Eisadern an die Oberfläche stoßen.

In gleich acht Regionen entdeckten Wissenschaftler auf Aufnahmen des Mars Reconnaissance Orbiters (umkreist den Mars seit 2006) offene Eisflächen. "Astronauten könnten im Grunde mit einem Eimer und einer Schaufel dorthin gehen und sich ganz einfach das Wasser holen, das sie brauchen", sagt Shane Byrne vom Lunar and Planetary Laboratory der Universität von Arizona in Tucson, einer der Autoren der Studie.

Gute Nachrichten für künftige Mars-Missionen: Auf dem Roten Planeten gibt es reichlich sauberes Wasser! Das Eis ist zum Teil über 100 Meter dick und liegt nur knapp unter der Oberfläche. Es besitzt Schichten, was darauf hindeutet, dass die Eisablagerungen nach und nach durch Schneefall entstanden sind.

Das Eis gibt Hinweise auf die Klimageschichte des Mars. Da die Eisformationen keine Einschlagkrater aufweisen, schließen die Forscher, dass die Ablagerungen vergleichsweise jung sind.

An einem Steilhang beobachteten die Wissenschaftler, dass im Laufe von drei Marsjahren teils meterdicke Felsbrocken aus den Eisadern gefallen sind. Als Ursache sehen die Forscher ein langsames Verdampfen (Sublimieren) des Eises, wodurch es eingeschlossenes Gestein freigibt. Durch diesen Prozess erodieren die beobachteten Steilhänge vermutlich um einige Millimeter pro Jahr, schreiben Dundas und Kollegen. Zum anderen könnten bemannte Marsmissionen das Wasser nutzen - als Trinkwasser oder um daraus Raketentreibstoff zu gewinnen.

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