Mordprozess nach Messerattacke in Hamburger Supermarkt

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Ahmad A. hatte am 28. Juli 2017 in einem Edeka-Supermarkt in Hamburg Fuhlsbüttel mit einem Küchenmesser zwei Kunden niedergestochen.

Er gab an, aus religiösen Motiven gehandelt zu haben. Der Anwalt des abgelehnten Asylbewerbers verlas am Freitag zu Prozessbeginn in der deutschen Metropole ein Geständnis: "Er bekennt sich in allen Anklagepunkten ausdrücklich schuldig". "Die Tat hatte aus seiner Sicht einen religiösen Hintergrund, der zum Zeitpunkt der Tat für ihn eine grundsätzliche Bedeutung hatte", sagte Burchard weiter.

Laut Bundesanwaltschaft handelte der Täter aus einer islamistischen Gesinnung heraus. Die wirft ihm Mord sowie versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung in sechs Fällen vor. Sein Anwalt erklärte, der Angeklagte habe unter einer sehr großen Anspannung gestanden, aus der heraus er die Taten begangen habe. Auch zu seinen Aussagen in den ersten Vernehmungen wollte er nichts sagen. Ahmad A. ließ weiter erklären, dass er Fragen zu den Details der Taten nicht beantworten werde.

Doch zu diesen Angaben möchte sich der Mann am Freitag ebenfalls nicht äußern: "In den ersten drei Tagen war ich verletzt und konnte mich nicht konzentrieren", sagt er lediglich laut Übersetzung seines Dolmetschers. Auf der Strasse verletzte Ahmad A. noch weitere fünf Menschen, bis er schließlich von Passanten überwältigt wurde. Demnach machte er Deutschland für die Zugangsbeschränkung für Muslime verantwortlich und wollte wahllos möglichst viele Christen umbringen. Geboren ist der Palästinenser in Saudi-Arabien, seine Mutter war Lehrerin. Für eine IS-Mitgliedschaft beim Islamischen Staat, der sich nicht zu der Messerattacke bekannte, haben die Ermittler aber keine Anhaltspunkte.

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