Nigel Farage muss einen Teil seines Gehalts an EU-Parlament abtreten

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Eigentlich hatte Ex-UKIP-Chef Nigel Farage mit dem Brexit-Votum sein politisches Ziel erreicht.

Auch anderthalb Jahre nach dem Brexit-Referendum ist der Austritt Großbritanniens aus der EU im Land umstritten: Nigel Farage ist von der Debatte genervt - und macht eine überraschende Aussage: Unter Umständen, sagt er, würde er erneut abstimmen lassen. "Vielleicht sollten wir ein zweites Referendum durchführen", sagte der frühere Chef der EU-feindlichen Ukip in britischen Medien.

Dass die konservative Regierung unter Premierministerin Theresa May auch nach der Kabinettsumbildung auf ihrem harten Brexit-Kurs, der den Austritt aus Binnenmarkt und Zollunion einschließt, weiter beharrt, verfolgt Farage mit Wohlwollen.

Die Briten hatten sich im Juni 2016 mit knapper Mehrheit für einen Austritt aus der EU entschieden.

Aber auch der ehemalige Premierminister Tony Blair (Labour), der selbst wegen des Irakkriegs und den dortigen Kriegsverbrechen im medialen Fokus steht, befürwortet einen zweiten Wahlgang.

Nach geltendem Recht dürfen als Vollzeitkräfte im Europaparlament in Brüssel und Straßburg beschäftigte Assistenten nicht zusätzlich für nationale Parteien in den jeweiligen EU-Staaten arbeiten. Farage gehörte zu den prominentesten Brexit-Befürwortern. Er hofft hierbei darauf, dass so auch eine Reform der EU eingeläutet werden könnte.

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