Norwegen siegt in Ruhpolding, Deutschland nur auf Platz vier

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Die deutschen Biathleten haben im letzten Staffelrennen vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang das Podest verpasst. Nach zehn Nachladern landete das in Bestbesetzung angetretene Quartett in Ruhpolding nur auf Rang vier.

Der Ex-Weltmeister hat die bislang einzigen Podestplätze für die deutschen Männer im Olympia-Winter geholt. "Der eine oder andere Nachlader war mit Sicherheit zu viel", sagte Kirchner. "So viele Nachlader, das ist nicht das Gelbe vom Ei". Bei so einer Konkurrenz muss man erstmal Vierter werden. "Es war dennoch ein guter Wettkampf". Er benötigte insgesamt vier Nachlader und klatschte mit Arnd Peiffer auf Rang fünf ab - knapp 27 Sekunden hinter dem fast zeitgleichen Spitzentrio Norwegen, Italien und Österreich. Ohne Altmeister Ole Einar Björndalen siegten die Skandinavier (sieben Nachlader) vor Frankreich (6/+24,9 Sekunden) und Russland (4/53,4). Der letzte Sieg einer deutschen Männerstaffel, die im Ziel 1:26,5 Minuten hinter den Norwegern lag, datiert somit weiter vom 21. Januar 2017. "Wenn es im Laufen besser funktioniert, dann ist man am Schießstand auch etwas freier".

Bundestrainer Mark Kirchner verzichtete auf Roman Rees, der mit seinem vierten Platz am Mittwoch das beste Einzelresultat der Männer in diesem Jahr geliefert hatte. Der schnellste Schütze im deutschen Team traf sicher und schickte Doll mit hauchdünnem Vorsprung als Ersten auf die Strecke.

Die Führung konnte Doll nicht verteidigen, weil er in seiner Wackeldisziplin - dem Stehendschießen - drei Ersatzpatronen für eine Scheibe benötigte. "Da hätte ich sofort treffen können, ich war aber ziemlich kaputt", sagte Sprint-Weltmeister Doll, der als Fünfter auf Peiffer übergab. Die Franzosen hatten ihren Topstar Martin Fourcade auf Position drei aufgeboten - das zahlte sich aus. Als dann Simon Schempp beim Patzer der Italiener doch nochmal am Podest schnuppern durfte, leistete sich auch der Uhinger mit zwei Fehlern bei jeder Einlage ungewohnte Schwächen am Schießstand.

Am Samstag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) greifen die Frauen über 4x6 km an. Die siebenmalige Weltmeisterin Laura Dahlmeier gab sich einen Tag nach ihrem schlechtesten Karriere-Resultat mit Einzel-Platz 48 wieder optimistisch. Am Sonntag (ab 12.15 Uhr) schließen die Massenstart-Rennen den Weltcup ab.

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