Prozent der Wildschweine sollen getötet werden

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Entsprechende Informationen an Reisende, die aus Ländern kommen, in denen das Virus ausgebrochen ist, hält er für wichtig.

Was sind Symptome der Afrikanischen Schweinepest? Der kurz vor Weihnachten vom Freistaat in Aussicht gestellt finanzielle Anreiz für bestimmte geschossene Tiere sei jedoch ein guter Anfang. Zwar sei es notwendig, den Wildschweinbestand zu dezimieren, um den wichtigsten Übertragungsweg der Krankheit einzudämmen, doch das werde als wirksamer Schutz kaum ausreichen.

In den afrikanischen Ursprungsländern übertragen Lederzecken das ASP-Virus. In der Mittelgebirgslandschaft fänden die Tiere viel Deckung, erklärt die Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, Anke Roß.

Ein Hinweisschild warnt in einem Tierpark vor der Schweinepest und der Fütterung von Wildschweinen mit Speiseresten. Werfe ein Fahrer Reste einer Wurstsemmel weg, die das Virus enthalte, sei die Infektionsgefahr groß.

Warum ist die Schweinepest so gefährlich?

Der Erreger ist für den Menschen ungefährlich.

Gibt es eine Impfung gegen die Afrikanische Schweinepest? Allerdings gibt es keine rechtliche Grundlage, um einem Brummifahrer seine Rohpolnische abzunehmen. In Deutschland sei es gesetzlich vorgeschrieben, dass in einem infizierten Betrieb alle Schweine gekeult werden müssten. Ein Ausbruch der Seuche in Deutschland hätte schwerwiegende Folgen, fürchtet Kreislandwirt Horst Taube: "Der Markt für Schweinefleisch würde zusammenbrechen". Nun wird eine Einschleppung der Tierseuche nach Deutschland befürchtet. Seit 2014 tritt die Infektion demnach in den baltischen Staaten und in Polen auf. Im Bundeslandwirtschaftsministerium spricht man deshalb von einem "hohen Infektionsdruck" auf Deutschland, das lange und häufig bewaldete Grenzen mit beiden Ländern hat. Für Wildschweine hierzulande ist das schon jetzt schlecht: Wesentlich mehr der Tiere als bisher sollen vorbeugend abgeschossen werden.

Schweine-Halter sollten unbedingt vermeiden, dass ihre Tierbestände in Kontakt zu Wildschweinen kommen.

Die Sorge vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest treibt auch die Behörden in Hessen um.

Radikale Forderung des deutschen Bauernverbands: Die Berufsvertretung fordert den Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine in der Bundesrepublik. Der Vizepräsident des Bauernverbandes, Werner Schwarz, sagte der Zeitung, die Tötung auch von Muttertieren.

In Nordrhein-Westfalen hat das Umweltministerium bereits zu solchen Maßnahmen gegriffen. Auch die im vergangenen Jahr erreichte Rekordzahl von bundesweit über 600 000 Abschüssen habe das weitere Wachstum der Wildschweinpopulation nicht stoppen können, so Schwarz. Ausgenommen davon sind nur Bachen, die abhängige Frischlinge führen.

Wo gibt es mehr Informationen zum Thema?

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