Sohn an Pädophile verkauft: Jugendamt betreute den Jungen aus Freiburg seit Jahren

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Das zuständige Familiengericht habe den Schüler aber wieder nach Hause geschickt. Erst im September 2017 sei der Junge dann endgültig aus seiner Familie geholt worden, nachdem die Polizei auf den möglichen sexuellen Missbrauch des Kindes verwiesen habe.

Auch die Frau (47) lebte nach Angaben der Ermittler ihre schmutzigen Fantasien an ihrem Buben aus - zusammen mit ihrem zehn Jahre jüngeren Partner. "Dabei ging es um Hilfen zur Förderung der persönlichen Entwicklung des Kindes".

"Das Kind wurde im Internet europaweit angeboten für sexuelle Handlungen gegen Geld", sagt der Sprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft, Michael Mächtel. Auch die nächsthöhere Instanz des Oberlandesgerichts hat an dieser Entscheidung am Ende nichts geändert. Im Januar 2015 war der drei Jahre alte Alessio in Lenzkirch im Schwarzwald von seinem Stiefvater zu Tode geprügelt worden.

Die Ermittler hatten den Missbrauchsfall am Donnerstag öffentlich gemacht. Sie prüfen auch mögliche Verbindungen zu anderen Taten. Hierfür werten die Ermittler beschlagnahmte Filme und Datenträger aus, wie eine Polizeisprecherin sagte. Einige der Verdächtigen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Freiburg wegen schwerer Misshandlung von Kindern vorbestraft.

Im Zentrum des Falls stehen die Mutter des Jungen sowie ihr Partner.

Für die widerwärtigen Deals nutzten die Verdächtigen unter anderem das sogenannte Darknet, wie das Landeskriminalamt (LKA) in Stuttgart erklärt.

Der wohl jahrelang vergewaltigte Neunjährige aus der Region Freiburg wurde schon als kleiner Junge vom Jugendamt betreut. Erst nach einem anonymen Hinweis kann das Martyrium des Jungen im vergangenen Herbst beendet werden. Ihre perversen Taten im Großraum Freiburg sollen sie auch gefilmt haben. Der Junge ist mittlerweile in staatlicher Obhut und wird betreut. "Es gab keine Anzeichen", sagte die Sprecherin der Polizei Freiburg, Laura Riske. Die Mutter ist den Angaben zufolge strafrechtlich bislang nicht in Erscheinung getreten.

Nach Angaben des Landeskriminalamts handelt es sich um den schwerwiegendsten Fall von sexuellem Missbrauch von Kindern, den die Behörde jemals bearbeitet hat. Die verdächtigen Männer seien 32 bis 49 Jahre alt.

Unter ihnen ist ein 43-Jähriger aus Schleswig-Holstein. Festgenommen wurden sie in Deutschland, Österreich und Spanien.

Der Mann ist einschlägig vorbestraft. Der Lebensgefährte hätte gar keinen Umgang mit Kindern haben dürfen, wie "Stuttgarter Zeitung, "Stuttgarter Nachrichten" und "Badische Zeitung" übereinstimmend berichteten".

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