US-Präsident Trump sagt Besuch in Großbritannien ab

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US-Präsident Donald Trump hat die seit Monaten für Februar 2018 geplante Reise nach London abgesagt.

Mitarbeiter des Londoner Wachsfiguren-Kabinetts Madame Tussauds packten angesichts des Hickhacks eine Trump-Figur ein und stellten sie vor der neuen Botschaft auf.

Trump war auch ein offizieller Staatsbesuch in Großbritannien angeboten worden, ein Datum dafür wurde bisher aber nicht genannt.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte den US-Präsidenten zu einem Gegenbesuch eingeladen, als sie als erste Besucherin aus dem Ausland Donald Trump kurz nach seiner Amtsübernahme einen Besuch abgegstattet hatte. Viele Briten seien nicht mit Trumps Politik einverstanden.


Wenn er schon selbst nicht kommen will stellt man eben die Wachsfigur von Donald Trump aus Madame Tussauds Kabinett vor die neue Botschaft

Fraglich ist nun, ob der US-Präsident trotz allem heuer zu einem offiziellen Staatsbesuch nach Großbritannien reisen wird. Ein Regierungssprecher in London sagte am Freitag, die Einladung sei nach wie vor gültig, nannte aber keinen Zeitpunkt.

Bei dem Staatsbesuch soll Trump auch von Königin Elizabeth II. empfangen werden und in einer vergoldeten Kutsche mit ihr auf einer Prachtstraße fahren. Viele Briten halten das schon seit längerem für unangemessen und wollen den Besuch daher herabstufen.

Unter anderem durch einen Grundstückstausch sei es gelungen, das neue, hochmoderne und hermetisch gesicherte Botschaftsgebäude ohne zusätzliche Belastung des US-Steuerzahlers zu bauen. Ihre Aufgabe war es, das neue Gebäude energieeffizient und besonders sicher zu machen. Statt Trump soll jetzt US-Außenminister Rex Tillerson die neue US-Botschaft in der britischen Hauptstadt eröffnen. Der vom Architekturbüro Kieran Timberlake (Philadelphia) entworfene zwölfstöckige Glaswürfel soll bombensicher sein und liegt etwa 30 Meter von Straßen entfernt. Noch im Dezember hatte US-Botschafter Woody Johnson zu Trumps geplanten Besuch gesagt: "Ich denke, er wird sehr beeindruckt von diesem Gebäude sein". Zuletzt gab es Streit um islamfeindliche Videos einer rechtsradikalen britischen Gruppe, die Trump per Twitter weiterverbreitet hatte.

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