Vorfall in JVA Iserlohn: Beamte mit heißem Wasser verletzt

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Der zum Islam konvertierte Deutsche sollte zu einem Verhandlungstermin am Landgericht Dortmund vorgeführt werden, widersetzte sich aber in seinem Haftraum, sagte der JVA-Leiter Joachim Güttler.

Die beiden verletzten Beamten werden in einem Krankenhaus in Bochum behandelt.

Iserlohn - Bei einem Zwischenfall in der Justizvollzugsanstalt Iserlohn sind zwei Vollzugsbeamte verletzt worden. Daher steht er im Verdacht eine staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Laut "Bild" wurde er bereits im Sommer 2016 festgenommen. Es werde von einem "islamistisch motiviertem Hintergrund" ausgegangen.

Seitdem sitzt der junge Mann in Iserlohn in Untersuchungshaft. Am 5. Dezember hat sein Prozess begonnen. Auch sein Betreuer, mit dem er sich gut verstand, konnte ihn nicht davon überzeugen. "Plötzlich kam es zum Angriff".

Das Wasser hat der 17-Jährige nach ersten Ermittlungen mit einem Wasserkocher erhitzt. "Die Bediensteten kennen ihn schon länger", erklärt der JVA-Leiter.

Man könne nicht die Wasserkocher nun nicht generell verbieten. Ein Untersuchungshäftling sollte am Donnerstag zum Gericht nach Dortmund gefahren werden.

Zum genauen Zustand der beiden Opfer ist bislang nichts bekannt.

Einer der Beamten erlitt Verbrühungen zweiten Grades.

Peter Marchlewski, Sprecher des Justizministeriums NRW, zu BILD: "Staatsanwaltschaft und Justizvollzug klären den Sachverhalt jetzt auf". Für uns ist klar, dass Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute oder Justizvollzugsbedienstete auf derselben staatsfeindlichen Grundhaltung beruhen. Zuerst hatte die "IKZ"-Zeitung von dem Vorfall berichtet". In der JVA wurden nach dem Vorfall die Mitarbeiter in einer außerordentlichen Versammlung informiert.

Zudem wurde der Jugendliche mittlerweile in die Jugendhaftanstalt Herford verlegt.

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