Ausländer und Einheimische gehen aufeinander los

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Im sächsischen Wurzen haben sich zahlreiche Ausländer und Einheimische eine gewalttätige Auseinandersetzung geliefert. Zwei Männer wurden schwer verletzt. Insgesamt gab es fünf Verletzte.

Dem Vorfall am Freitagabend war ein Wortgefecht zwischen beiden Gruppen am Bahnhof vorausgegangen. Die etwa zwölf Ausländer sollen sich daraufhin in ein Wohnhaus zurückgezogen haben. Laut Polizei haben zwei Einheimische sie dorthin verfolgt und eine Scheibe in dem Gebäude zerstört. Die wiederum bekamen Unterstützung von einer größeren Gruppe, so dass am Ende etwa 30 Deutsche die Ausländer bedrängten. Die Polizei prüfe dies, berichtet die "Leipziger Volkszeitung". Dabei wurden zwei Männer verletzt. "Im Anschluss daran stürmten dann wohl wiederum mehrere Deutsche in das Wohnhaus der Ausländer", teilte die Polizei mit. Es sei zu weiteren Schlägereien gekommen. Der Staatsschutz ermittelt wegen besonders schwerem Landfriedensbruch.

Ob der Vorfall einen extremistischen Hintergrund habe, sei derzeit noch unklar, hieß es von der Polizei.

Festgenommen wurde niemand, aber Personalien festgestellt. Zu Nationalität und Aufenthaltsstatus der Ausländer sowie der genauen Herkunft der Einheimischen machte die Polizei keine Angaben. Laut "Leipziger Volkszeitung" handelt es sich um eine Unterkunft für Asylbewerber.

In den vergangenen Jahren waren Flüchtlinge in Wurzen mehrfach Opfer von Gewalt durch Neonazis geworden.

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