Übergewicht: Langsam essen schützt dpa, 15.02.2018 14:29 Uhr

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Japanische Forscher wollen nun einen weiteren Zusammenhang zwischen unserem Essverhalten und unserem Körpergewicht gefunden haben. Alle Teilnehmer waren Diabetiker. Sie sollten unter anderem einschätzen, ob sie langsam, normal oder schnell aßen.

Zusätzlich nahmen sie an einer medizinischen Untersuchung teil. Wer seine Mahlzeiten hastig hinunterschlingt, neigt eher dazu dick zu werden.

Auch der Verzicht auf abendliche Snacks und auf Mahlzeiten weniger als zwei Stunden vor dem Schlafengehen schützt vor dem Dickwerden, schreiben die Wissenschaftler im "British Medical Journal".

Warum macht schnell essen macht dick?Als einen Grund für den Zusammenhang vermuten die Forscher, dass Schnell-Esser "über den Hunger essen" - sie futtern also noch weiter, obwohl der Kalorienbedarf längst gedeckt und der Hunger gestillt ist. So nehmen sie weniger Kalorien auf.

"Das ist die erste Studie in dieser Größe, die den Effekt der Essgeschwindigkeit untersucht", kommentiert Stefan Kabisch vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) die Untersuchung. So macht die Studie keine Angaben zur Art des Essens und zur sportlichen Aktivität der Teilnehmer. Zudem sind Studien, die hauptsächlich auf einer persönlichen Einschätzung der Probanden beruhen, immer mit Vorsicht zu genießen.

Im Rahmen der Gesundheitschecks wurden den Teilnehmern sieben Fragen zu ihrem Lebensstil gestellt, darunter, ob ihre Essgeschwindigkeit schnell, normal oder langsam ist, ob sie nach dem Abendessen dreimal oder öfter pro Woche naschen und ob sie das Frühstück dreimal oder öfter in der Woche auslassen. So weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung seit langem darauf hin, dass langsames Essen den Genuss und das Sättigungsempfinden fördert.

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