Neue Studie Fertig-Lebensmittel steigern das Krebsrisiko

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Der übermäßige Konsum von Fertignahrung könnte das Krebsrisiko steigern. Aber Vorsicht: Wer solche stark verarbeiteten Lebensmittel zu oft isst, hat ein höheres Krebsrisiko, warnen französische Forscher. Dabei zeigte sich, dass es bei einem erhöhten Verzehr stark verarbeiteter Lebensmittel ein erhöhtes Krebsrisiko gebe, schrieben die Wissenschaftler im Fachmagazin "British Medical Journal".

Die Forscher betonten zudem, dass nicht so stark verarbeitete Lebensmittel - wie beispielsweise Dosengemüse - das Krebsrisiko nicht ansteigen ließen.

Denn bei ihrer Untersuchung mit rund 105.000 Teilnehmern stellte sich heraus, dass bei denjenigen, die täglich zehn Prozent hochverarbeitete Fertigprodukte aßen, das individuelle Risiko an Krebs zu erkranken, um insgesamt 12 Prozent anstieg.

Die fraglichen Lebensmittel sind etwa Tiefkühlgerichte, industrielle Semmeln, Fertigpizza und -kuchen, Chips sowie Limonaden, aber auch Hühner-Nuggets und Instant-Nudeln. Diese Speisen sind meist süßer oder salziger als unverarbeitete Lebensmittel und enthalten einen höheren Anteil an ungesunden gesättigten Fettsäuren. Außerdem entstünden durch das Erhitzen der Gerichte neue chemische Substanzen. Auch die Verpackungen könnten Bisphenol A enthalten, das im Verdacht steht, eine krebserregende und fortpflanzungsschädliche Wirkung zu haben. Deshalb bleibe unklar, was genau krebserregend sei. Es sei zudem falsch zu sagen, dass Industrie-Speisen stets nährstoffärmer seien als Essen, das zuhause gekocht oder von Bäckereien und Küchen hergestellt wurde.

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