ENSI: Reaktorschnellabschaltung im AKW Mühleberg

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Eine Störung im Überwachungssystem der Dampfleitungen zu den Turbinen des Kraftwerks hat zu einer automatischen Schnellabschaltung des Reaktors geführt. Das AKW befinde sich in einem sicheren Zustand, hiess es weiter. Die Ursache für die.

Legende: Wegen einer Störung hat sich das Atomkraftwerk Mühleberg automatisch abgeschaltet. Das Ensi stufte den Störfall auf der internationalen Ereignisskala INES vorläufig auf der Stufe 0 (=Ereignis ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung) ein. Die Radioaktivität in den Dampfleitungen vom Reaktor zu den Turbinen sei kurzzeitig erhöht gewesen. Dieses zeigte am Mittwoch in der Umgebung des Werks in Mühleberg keine erhöhten Radioaktivitätswerte an. Das ENSI wird das meldepflichtige Vorkommnis, wie in solchen Fällen üblich, analysieren.

Bei der BKW heisst es auf Anfrage, es handle sich um eine Betriebsstörung.

Das AKW Mühleberg wurde heute Morgen schnellabgeschaltet.

Die Dampfleitungen gehören zu einem geschlossenen System: Nachdem das dampfförmige Wasser über die Turbinen geführt worden ist, wird es im Kondensator soweit abgekühlt, dass es in flüssiger Form zurück in den Reaktor gepumpt werden kann. Entsprechende Abklärungen sind im Gang.

Zu Schnellabschaltungen kommt es nicht häufig, aber gelegentlich. Es liegt etwa 20 Kilometer westlich von Bern in der Zentralschweiz. Jahrelang kämpften AKW-Gegner für die Ausserbetriebnahme der mittlerweile weit über 40-jährigen Anlage. Das Atomkraftwerk, seit 1972 am Netz, soll Ende 2019 aus finanziellen Gründen außer Betrieb genommen werden.

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