Eine Farce? Trainer des Jahres ist mittlerweile arbeitslos

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Vor Wolf hatten bereits Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert, Markus Kauczinski und Julian Nagelsmann den Preis erhalten.

Die Auszeichnung würdigt insbesondere herausragende Leistungen in der Nachwuchsarbeit. "Ich bin fest davon überzeugt, dass Hannes Wolf am Beginn einer sehr erfolgreichen Trainerkarriere steht".

Mit den Dortmunder B-Junioren war er 2014 und 2015 deutscher Meister, 2016 dann mit den A-Junioren. Das ist eine Anerkennung für unsere Arbeit in den vergangenen Jahren. "Ich freue mich riesig, dass das auch von offizieller Seite gewürdigt wird", sagte Wolf, der die Schwaben in der Vorsaison in die Bundesliga geführt hatte. "Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang, dass ein Trainer niemals alleine erfolgreich sein kann". Das geht nur im Team. "Und ich hatte immer starke Wegbegleiter an meiner Seite".

"Wir sind uns bewusst, dass die Auszeichnung von Hannes Wolf zu einem untypischen Zeitpunkt erfolgt", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. "Er erhält den Trainerpreis, weil wir von ihm und seiner Arbeit überzeugt sind". Christian Pulisic und Felix Passlack sind zwei besonders prominente Beispiele, auch Antonio Rüdiger gehört zu seinen Schützlingen. Er wurde jedoch nicht nur für seine Arbeit in Stuttgart geehrt, die Ende Januar abrupt ein Ende nahm, sondern vor allem für seine Verdienste um die Nachwuchsförderung. "Besondere Größe hat Hannes Wolf gezeigt, als die Situation beim VfB für ihn immer schwieriger wurde. Er hat nicht seine persönliche Situation, sondern die Mannschaft und den Verein in den Vordergrund gerückt".

Neben Wolf wurden der Kölner Erich Rutemöller, der derzeit Sportdirektor bei Fortuna Düsseldorf ist, für sein Lebenswerk und Juniorentrainer Robert Klauß von RB Leipzig als Jahrgangsbester des jetzt abgeschlossenen Fußballlehrer-Lehrgangs ausgezeichnet. Dass der DFB bei seiner Wahl des Trainers des Jahres durchaus eigene Maßstäbe ansetzt, zeigt die Liste der vorherigen Gewinner, unter denen nicht nur Topstars und Trophäensammler sind. Er kann sich nun einreihen in einen namhaften Kollegenkreis: Bislang hatte der DFB Dettmar Cramer, Udo Lattek, Gero Bisanz, Otto Rehhagel, Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld und Bernd Schröder mit dem Ehrenpreis bedacht.

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